Das Projekt ist noch im Entstehen und benötigt deshalb eure Mithilfe. Bitte sendet uns die Adressen von Antifa Gruppen, deren Websiten mit einem RSS-Feed ausgestattet sind. Einfach per E-Mail an: de@antifa.net
May 11, 2008
Antifa Gruppe Suedthueringen [AGST]
Katzhütte: Flüchtlingsproteste sollen durch Umverteilungen gebrochen werden
Die Katzhütter Flüchtlinge, die für die Schließung ihres heruntergekommen Lagers und für eine dezentrale Unterbringung in Saalfeld kämpfen, verursachten eine anhaltende und oft auch kritische Berichterstattung, über die Zustände für Flüchtlinge in Deutschland. Nun wurden die beiden Sprecher der Flüchtlinge aus Katzhütte abgeholt und zwangsumverteilt. Die Behörden wollen den Widerstand der Flüchtlinge brechen.
Politische Sachsen-Anhalt Infos
Die Befindlichkeit des Landes
Einhundertsechsunddreißig. Das ist die Anzahl der von rechtsradikal motivierten Tätern ermorderten Menschen in Deutschland, zwischen 1990 und 2005, zu finden in einer Liste in der aktuellen Ausgabe der ZEIT. Wieviele genauso motivierte Taten für wieviele Opfer nicht im Grab, sondern in Krankenhäusern oder Rollstühlen endeten, erfahren wir nicht. Wir erfahren allerdings in der gleichen Ausgabe der [...]
(Neo)naziaufmarsch in Tangermünde
Nachdem der regionale NPD Kreisverband Altmark (Sachsen-Anhalt) innerhalb des letzten halben Jahres bereits in Stendal/Altmark und Schönhausen/Elbe aufmarschiert ist, war am heutigen Samstag die Stadt Tangermünde, ungefähr 15 km hinter der brandenburgischen Landesgrenze, das Ziel der Partei. Unter dem revisionistischen Motto ?Schluß mit der Befreiungslüge? marschierten ca. 150 (Neo)nazis durch die Stadt um an die letzten [...]
Wir erinnern an unseren Freund Lampe
Heute vor 16 Jahren am 11.05.1992 erlag unser Freund Torsten Lamprecht seinen schweren Verletzungen. Am 8.Mai 1992 feierten Punks eine Geburtstagsparty in der Magdeburger Gastsstätte ?Elbterassen?. Im Verlauf der Nacht vom 8. zum 9. Mai überfielen 50 bis 60 bewaffnete Faschisten die Feier und schlugen , ihren menschenverachtenden Weltbilder entsprechend, auf alles und jeden ein. Natürlich leisteten [...]
Antifa SFA - Soltau Fallingbostel Walsrode
05.05.2008 / Gewalt von rechtsaußen nimmt zu
Hilfe für Opfer rechtsextremer Angriffe am 1. Mai
Im Gedenken an Thorsten.
Heute vor 16 Jahren am 11.05.1992 erlag unser Freund Torsten Lamprecht seinen schweren Verletzungen. Am 8.Mai 1992 feierten Punks eine Geburtstagsparty in der Magdeburger Gastsstätte ?Elbterassen?. Im Verlauf der Nacht vom 8. zum 9. Mai überfielen 50 bis 60 bewaffnete Faschisten die Feier und schlugen , ihren menschenverachtenden Weltbilder entsprechend, auf alles und jeden ein. Natürlich [...]
Antifa Infopool Hamburg
Antifa-Demo am 24.Mai “Das ist unsere Stadt! Keine Stimme den Nazis” in Kiel
Schleswig-Holstein steht kurz vor den Komunalwahlen und in Kiel betreibt die Naziszene den Wahlkampf mit einem ihrer liebsten Mittel: Terror und Gewalt gegen Linke! Verantwortlich für eine aggressive Kampagne gegen linke Strukturen ist nicht zuletzt der frisch aus der Haft entlassene Tankstellenräuber, Waffenhändler und ehemalige NPD-Landesvorsitzende Peter Borchert. Am 24.Mai gehen Antifas gemeinsam mit verschiedenen Initiativen gegen Rassismus und Faschismus auf die Straße. Auch wir aus Hamburg werden sie bei ihrer Demonstration unterstützen!
Undogmatische Antifa Gruppe Bergedorf (Hamburg)
1 Jahr Antifa-Cafè!
Mittlerweile gibt es schon ein Jahr lang das Antifaschistische Info Cafè in Bergedorf! Dies wollen wir am 16. Mai, wie immer am 3. Freitag im Monat, gemeinsam feiern. Es wird ab 18 Uhr eine Grillparty im Garten geben. Zeitgleich gibt es besten Punkrock, sowie Fruchtcocktails im Cafè Flop. Dortige Einnahmen gehen in die Selbstverwaltung des Hauses. Ab 20 Uhr wird dann der obere Trash/Elektro Floor geöffnet, dort gilt Soli- Saufen für die Antifa. In der obersten Etage das Hauses wird es auch zusätzlich einen Chill-Out Bereich geben.
Politische Sachsen-Anhalt Infos
Eine Festnahme bei NPD-Aufmarsch in Tangermünde
Tangermünde (ddp-lsa). Bei einem Aufmarsch der rechtsextremistischen NPD am Samstag in Tangermünde hat die Polizei eine Person festgenommen. In zwei Fällen werde wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. An dem NPD-Aufmarsch hatten sich etwa 100 Menschen beteiligt. Unter dem Motto «Weltoffenes Tangermünde - Bunt statt Braun» [...]
Antifa SFA - Soltau Fallingbostel Walsrode
Ein neues Heisenhof-Kapitel
May 10, 2008
Antifa SFA - Soltau Fallingbostel Walsrode
Hannover Naziübergriff im Rockhouse
08.05.2008 / Rotenburg (Wümme): »Nicht für schwache Nerven«
Jugendantifa Saar
31. Mai, Mainz: NPD-Veranstaltung in Mainz-Kastel verhindern!
Erneut will der Wiesbadener Kreisverband der neonazistischen NPD am Samstag, den 31. Mai 2008, im Bürgerhaus Mainz-Kastel eine öffentliche Veranstaltung abhalten. Referent wird der Geschichtsrevisionist Olaf Rose sein.
Die Wiesbadener NPD wird inzwischen von jüngeren und militanten Neonazis unter Führung des ehemaligen Mainzer Neonazikaders Mario Matthes dominiert. Mit einer Propagandakampagne will sie versuchen, neue Mitglieder für ihre antisemitische und rassistische Partei zu werben.
Wir rufen daher dazu auf, sich am 31. Mai 2008 ab 17:00 Uhr am Kasteler Bürgerhaus einzufinden und die Veranstaltung der NPD zu verhindern.
( Quelle : AK Antifa Mainz )
Antifa SFA - Soltau Fallingbostel Walsrode
Über Jürgen Rieger
Zehn Sekunden gegen Nazis
Heisenhof -> hat Rieger neue Chancen ?
May 09, 2008
Politische Sachsen-Anhalt Infos
Kochen und spielen für Toleranz
Gröbzig/MZ. Spaghetti Bolognese ist Nicole Ackermanns Lieblingsgericht. Heute kocht die Siebtklässlerin mit einigen Klassenkameraden aber Pelmeni, ein typisch russisches Gericht. Agnes Fink vom Wolfener Jugendclub 83 erklärt den Jugendlichen, wie es geht. “Migration durch Speisen” ist einer von insgesamt vier Workshops, die am Mittwoch in der Sekundarschule Gröbzig für die siebte Klasse angeboten wurden. Hintergrund ist [...]
Rechte Gewalt nimmt zu
Die Zahl rechtsextremer Straftaten ist im März auf den höchsten Wert seit sechs Jahren gestiegen. Die Polizei registrierte nach einer vorläufigen Bilanz in dem Monat 1311 rechtsextreme und fremdenfeindliche Straftaten, 458 mehr als im Vorjahresmonat. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linke-Abgeordneten Petra Pau hervor, über die der “Tagesspiegel” berichtet. Von [...]
Antifa SFA - Soltau Fallingbostel Walsrode
Eine der größten Lehrerdemonstrationen der Landesgeschichte
Politische Sachsen-Anhalt Infos
Oberverwaltungsgericht erlaubt Neonazi-Demonstration in Tangermünde
Tangermünde (ddp-lsa). Das Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt hat die für Samstag geplante NPD-Demonstration in Tangermünde erlaubt. Eine Beschwerde der Polizei sei zurückgewiesen worden, sagte ein Gerichtssprecher am Freitag in Magdeburg. Die Polizei hatte in der Demonstration mit dem Motto «8. Mai 1945 - Schluss mit der Befreiungslüge» vor dem Hintergrund des 75. Jahrestages der Bücherverbrennung einen Verstoß gegen [...]
Gruppe ISKRA FF/O
LAK Shalom Brandenburg gegründet
(iskra) Sozusagen zum 60. Geburtstag Israels haben Brandenburger Genoss_innen den LAK Shalom Brandenburg gegründet. Dieser LAK ist nach Berlin der zweite Arbeitskreis auf Landesebene. Außerdem sind LAK-Gründungen in Hamburg und Sachsen geplant. An dieser Stelle dokumentieren wir die Gründungserklärung des LAK Shalom Brandenburg. Auch möchten wir auf den Blog des Arbeitskreises verweisen.
?Wenn wir heute es nicht tun, werden wir es nie tun.?
(David Ben Gurion)
Anfang Mai dieses Jahres fallen zwei wichtige Ereignisse aufeinander. Es ist zum Einen der Sieg der Anti-Hitler-Koalition über das nationalsozialistische Deutschland vor 63 Jahren und zum Anderen die Gründung des Staates Israel vor 60 Jahren.
Ein zentrales Ziel der Nationalsozialisten war es, das gesamte Judentum Europas auszulöschen. Erst mit dem Sieg der Alliierten konnte dieser Vernichtungskrieg endgültig gestoppt werden. Für die wenigen jüdischen Überlebenden gab es oftmals nur eine Hoffnung: Der neue Staat Israel, der sie zukünftig vor antisemitischen Übergriffen schützen sollte. Während die Deutschen die Trümmer ihres Weltkriegs-Verbrechen wegschaufeln, erklären mutige Menschen in Tel Aviv die Gründung Israels. Deshalb stehen beide Ereignisse in enger Verbindung zueinander. ?Wer von Israel spricht, darf von der Massenvernichtung der europäischen Juden nicht schweigen.? (Detlev Claussen)
Mit der Gründung Israels ist der Antisemitismus aber nicht verschwunden ? ganz im Gegenteil, er ist fester Bestandteil regressiver Ideologien und in allen gesellschaftlichen Schichten zu finden. Seine neue Ausprägung besteht u.a. in der Form des sekundären Antisemitismus, also als Antisemitismus nicht trotz, sondern wegen Auschwitz.
Es ist nicht verwunderlich, dass auch Brandenburg bekannt ist für eine Vielzahl von antisemitischen Übergriffen. Am Abend des 9. November 2006 kam es zur Schändung des Gedenksteins der jüdischen Synagoge in Frankfurt (Oder). Rechtsextremist_innen griffen die Teilnehmer_innen der ?Judenveranstaltung? an. Traurig ist, dass dieser Gedenkstein jede Woche geschändet wird, doch nur zum Gedenktag an die Pogromnacht wurde diese Tatsache auch wirklich registriert.
Ähnliches ist aus der Brandenburger Stadt Forst zu berichten. Zwischen 2006 und 2007 wurde mehrmals der Gedenkstein der ehemaligen Synagoge geschändet.
Allzu oft werden diese Taten als ?Dummheiten? oder ?Streiche? abgestempelt. Diese Ansicht verkennt aber, dass der Antisemitismus nicht nur Ablehnung gegenüber allem Jüdischen ist, sondern ein Weltbild darstellt, welches einfache Antworten auf schwierige Fragen anbietet.
Zentral im Antisemitismus ist die Erklärung der modernen kapitalistischen Weltökonomie. Diese wird nicht als ein sich subjektlos vollziehender Prozess gesehen, sondern als ein von bösen Menschen gezielt durchgesetztes Ausbeutungsprojekt.
Nach demselben Muster erklärt der Antisemitismus den zweiten wichtigen Bereich der modernen Gesellschaft: die Politik, den modernen Staat, den demokratischen Widerstreit, unterschiedliche und gegensätzliche Interessen sowie die Entwicklung des Kommunismus. Politiker werden angeblich gekauft, um Presse und Wirtschaft zu manipulieren.
Hier setzt auch der dritte Punkt an: Für alle Phänomene der modernen Gesellschaft seien die Juden verantwortlich: für die Auflösung traditioneller Autoritäts-, Familien- und Geschlechterbeziehungen, für die radikale Infragestellung von allen althergebrachten Normen, für moderne, abstrakte Kunst, für die Massenkultur, für die Frauenemanzipation, für Verstädterung und Psychoanalyse.
Dies sollen nur drei genannte Punkte sein. Aber wie bereits oben beschrieben, sind eine Vielzahl von Merkmalen des Antisemitismus entstanden. Dazu zählt die Tatsache, dass auch die politische Linke nicht immun gegen Antisemitismus ist und eine Form des linken Antisemitismus entwickelt hat.
Wenn in diesem Mai gefeiert und erinnert wird, dann darf nie vergessen werden, dass es heute noch einen Kampf gegen die antisemitische Ideologie zu führen gilt, damit ?Auschwitz nicht sich wiederhole, nichts Ähnliches geschehe.? (Theodor W. Adorno)
Genau deshalb erklären wir Sozialist_innen und Kommunist_innen der Linksjugend [?solid] Brandenburg die Gründung des LAK Shalom Brandenburg, welcher innerhalb des Landesverbandes eine Plattform gegen Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus und regressiven Antikapitalismus bilden soll.
Frankfurt (Oder) | 9.5.2008
Antifa SFA - Soltau Fallingbostel Walsrode
Rosa Luxemburg - gezeichnet von Heide Kramer 1988
Politische Sachsen-Anhalt Infos
8. Mai in Naumburg/Saale
Auch in Naumburg/saale wurde am 8. Mai über den Tag der Befreiung informiert und aktionen gestartet. Gegen 16 Uhr trafen wir uns um die Transparente zu machen und anschlißend damit durch die Innenstadt zu ziehen. Um 16.30 Uhr waren wir dann mit tranpis und Flyern als Infomaterial auf dem Marktplatz anzutreffen. Dort wurde sich mit den Transparenten [...]
8. Mai Merseburg
Pünktlich zum Tag der Befreiung haben die im Geiste gefangenen wiedermal zugeschlagen. In der Nacht vom 7. zum 8.Mai haben Nazis in der Stadt Merseburg Plakate mit der Aussage ?die alliierten Streitkräfte wären die wahren Kriegsverbrecher gewesen? angebracht. Als linke Aktivisten aus Bad Dürrenberg in Merseburg eintrafen, wussten sie sofort, was mit den Plakaten zu geschehen [...]
Autonome Antifa Weimar [AAW]
8. Mai in Weimar

Gestern versammelten sich zeitweise bis zu 40 Menschen auf dem Theaterplatz in Weimar um den Tag der Befreiung zu feiern und um gegen Geschichtsrevisionismus und Nationalismus zu demonstrieren. Zu der Kundgebung aufgerufen hatten die Weimarer Antifagruppe [AAW], die Antifagruppe Weimarer Land [AAWL] und die Grüne Jugend Weimar. Zu elektronischer Musik, Punkrock und Ska wurden Flyer verteilt, Sektkorken geknallt und getanzt. Neben den Feierlichkeiten zur Befreiung vom Nationalsozialismus und dem Dank an die Alliierten wurde sich unter Anderem in Redebeiträgen kritisch mit Geschehnissen in der Bundesrepublik, wie Geschichtsrevisionismus, Erstarken des Rechtsradikalismus und faschistischen Tendenzen in der deutschen Bevölkerung auseinandergesetzt.
Redebeitrag zum 8. Mai
Die Befreiung und die deutsche Gesellschaft
Die Befreiung
Am 8. Mai unterzeichnete der General Eisenhower die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht und beendete so den 2. Weltkrieg und den nationalsozialistischen Terror. Damit endete für viele die Zeit der Angst und des Schreckens, welche die Deutschen in ganz Europa verbreitet hatten. Dem vorraus waren 13 Jahre gegangen in denen die Deutschen fern von jeder Zivilisation kategorisch ihre Nation “gesäubert” hatten. So waren Juden und Jüdinnen, Sinti und Roma, Homosexuelle, sogenante Asoziale, AntifaschistInnen, KommunistInnen, SozialdemokratInnen und etliche andere, welche nicht in ihr perfides Weltbild gepasst hatten, oder sich gegen den Volkswillen aufgelehnt hatten, schlichtweg vernichtet oder in Arbeitslager gesperrt worden, wo auf sie nichts anderes wartete als der Tod. Doch nicht nur in Deutschland hatten die Deutschen ihren Wahn ausgelebt, sondern sie hatten Polen, Frankreich, Finnland, Norwegen, Italien, Belgien, Ungarn, Griechenland, Serbien, Teile Russlands, Bulgarien, Algerien, Marokko und Tunesien besetzt, um so ihre Vorstellung eines deutschen Großreiches und eines Europas unter deutscher Herrschaft zu verwirklichen.
Mit dem 8. Mai endete dieser Wahn, Deutschland und die besetzten Gebiete wurden befreit, die Konzentrationslager geräumt und die Deutschen entwaffnet. Doch wer wurde da befreit? Sicherlich alle die von den Nazis verfolgt worden waren, und die Menschen, die in den besetzten Ländern gelebt hatten. Offiziell wurde die deutsche Gesellschaft vom faschistischen Staatswesen befreit, und nun von den Alliierten regiert. Doch die Menschen, welche damals in Deutschland lebten, und zuvor die Shoa begangen und die besagten 13 Jahre lang ihren Volkswillen ausgelebt hatten, wurden ganz sicher nicht befreit. Auf dem Papier wurden die Deutschen entnazifiert, doch es ist kein Geheimniss mehr, dass die Entnazifizierung wirklich nur auf dem Papier stattfand, und ihre Wirkung völlig verfehlte. In den ostdeutschen Gebieten wurde bald der sozialistische Staat ausgerufen, und der Ideologie der DDR zufolge konnte es in einem solchen Staat keine Nazis geben. In den westdeutschen Gebieten wurde auch bald die Entnazifizierung abgebrochen, und Deutschlands Militär gestärkt, war doch kalter Krieg, und Westdeutschland gut angreifbar für die Sowjetunion. Doch nach Ende des 2. Weltkrieges gab es scheinbar eh keine Faschisten mehr in Deutschland. Vielmehr waren es nun die bösen Nazis, welche die guten Deutschen verführt, überredet oder gar eingewickelt hätten. Schnell mussten Hilfslügen her, dass die Deutschen von nichts gewusst hätten, damals doch eh alle dagegen gewesen wären, und sowieso Hitler und seine Clique alles Böse im 2. Weltkrieg begangen hätten. So kam der amerikanische Beauftragte für psychologische Kriegsführung Padover, nach dem er etliche Deutsche aus allen Schichten der Bevölkerung befragt hatte, zu dem Schluss, dass es in Deutschland keinen einzigen Nazi gäbe, alle wären Nazigegner, und Hitler hätte das alles alleine durchgezogen. Er schreibt in seinen Notizen von 1943 über Hitler: “Er hat den Krieg angefangen, er hat ganz Europa eingenommen, den größten Teils Russlands überrannt, 6 Millionen Juden vernichtet, sechs bis acht millionen Polen und Russen in den Hungertotd getrieben, vierhundert Konzentrationslager errichtet, die größte Armee Europas aufgebaut, und dafür gesorgt, dass die züge pünktlich fahren.” Schnell wird klar, dass diese Lügen nicht der Ralität entsprechen, sondern von den Deutschen erfunden wurden, um sich der eigenen Verantwortung zu entziehen. Die Vernichtung von 6 Millionen Juden, welche vor der Haustür der Deutschen stattgefunden hat, kann nicht geschehen ohne das eben diese etwas davon mitbekommen. Die deutsche Wirtschaft als auch die deutsche Zivilbevölkerung hat aktiv daran teilgehabt dieses Verbrechen an der Menschlichkeit zu begehen, und bis zuletzt durchzuhalten. Exemplarisch sind hierfür die Firma Topf und Söhne in Erfurt, welche Verbrennungsöfen für Auschwitz produziert hatte, oder die Möbelspedition Staupendahl aus Weimar, welche das Konzentrationslager Buchenwald beliefert hatte.
Die deutsche Gesellschaft
Die deutsche Gesellschaft hat sich scheinbar verändert. Es wird sich nun öffentlich zu den Taten des dritten Reiches bekannt, die eigene Geschichte scheinbar lupenrein aufgearbeitet und die aktive Errinerung wird zum Rezept der zwanglosen Zukunft. Doch wird diese Aufarbeitung einmal genauer beobachtet ist schnell festzustellen, dass diese eben gar nicht so lupenrein ist. Zum einen wird der Nationalsozialismus so dargestellt, als ob die Nazis, ein losgelöstes Objekt waren, welches in die deutsche Gesellschaft eindrang, die Deutschen 13 Jahre lang unter Kontrolle hatten, und ohne deren Zutun diese schuldlosen Deutschen verführten. Zum anderen werden die Deutschen selber zu Opfern gemacht, einmal zu Opfern der Faschisten und zum anderen zu Opfern des so genannten allierten Bombenterrors. Dies manifestiert einmal in der Fokussierung auf die Figur Hitlers, welcher für sämtliche Verbrechen während 1933 und 45 verantwortlich gemacht wird, wie sie zum Beispiel in dem Film “Der Untergang” stattfindet, und in dem Umgang mit deutschen bombardierten Städten, wie Dresden, deren Zivilbevölkerung zu gleichberechtigten Opfern der Nazis wie die vernichteten Jüd_innen stilisiert werden. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Bund der Vertriebenen, in welchem sich seit Jahren alte und neue Nazis, wie Tommy Frenck oder Winfried Kothe, beide Mitlgieder des BDVs und wohnhaft in Erfurt, welche sich offen mit der NPD solidarisieren, und ein Deutsches Reich in den Grenzen von 33 fordern, zusammen mit deutschen Bürgern treffen, um der Vertreibung der Deutschen aus Polen und der Sowjetunion zu gedenken, dabei den Kontext der Vertreibung einfach ausblenden, und die Vertriebenen auf eine Stufe stellen mit den Opfern des deutschen Vernichtungswahns. Ein weiteres Beispiel ist das Gedenken an Dresden, welches jährlich am 13 Februar stattfindet. Da wird davon gesprochen, dass die Dresdner Zivilbevölkerung sinnlos sterben musste, dass der Welkrieg längst vorbei, und die Bombardierung Dresdens ein sinnloser Racheakt der Alliierten gewesen sei. Ausgelassen wird hierbei, dass der Krieg zwar entschieden, keinesfalls aber vorbei war, dass die Deutschen, insbesondere Dresden mit der höchsten Anzahl NSDAP Mitglieder Nazideutschlands, weiter Widerstand gegen die Befreier leisteten, weiter Jüdinnen vernichteten, und weiter Waffen und Monition produzierten. Auch dass Dresden ein militärischer Knotenpunkt und die letzte intakte Kampfbasis vor der Ostfront, und somit sehr wohl ein strategisch wichtiger Punkt war, wird völlig ausgelassen.
Wie Aufarbteitung praktisch in der BRD funktioniert, zeigt sich sehr gut an dem Bespiel der Residenzpflicht, die Flüchtlinge in einen bestimmten Landkreis sperrt. Denn diese ist eine Regelung aus dem Nationalsozialismus, und wurde ganz einfach in der Bundesrepublik übernommen. Da scheint weder eine Aufarbeitung stattgefunden zu haben, noch ist da ein Bewusstsein da.
Abschiebungen ins Ausland oder in Flüchtlingsheime und Zwangsausweisungen gehören mittlerweile zum Alltag in Deutschland. Doch auch im Innland herrscht rassistische Gewalt. Erst kürzlich am 1. Mai gab es wieder eine Gewaltwelle in Deutschland gegen eben die, die nicht dazugehören, zum weltoffenen und friedlichem Land mit der düsteren Geschichte. In Apolda wurde ein Migrant von Nazis brutal zusammgeschlagen, in Oberroßla schlugen sich eindeutig rechtsradikale Personen erst mit einem Farbigen, und anschließend mit der Polizei, überall in Deutschland kam es zu ähnlichen Gewaltexzessen. Auch hier in Weimar ist die Lage brisant. Fast jedes Wochenende werden alternative Jugendliche angepöpelt oder geschlagen. Im Vorfeld des 5. April diesen Jahres, an dem hier in Weimar eine Großdemonstration der NPD stattfand gab es fast jede Nacht Naziangriffe, insgesamt 5 Jugendliche wurden so schwer verletzt, dass sie ambulant verarztet werden mussten. Außerdem erlebte die Gerberstraße, welche seit Jahren Politik gegen Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit macht, einen der schwersten Angriffe seit den 90er Jahren. Das alles ging an der Weimarer Öffentlichkeit scheinbar vorbei, ohne dass ein Aufschrei durch die Kulturstadt ging, kein Skandal wurde ausgelöst. Anscheinend braucht es erst ähnliche Zustände wie in Mügeln, wo wutentbrannte Deutsche Inder durch die Straßen hetzten, um die deutsche Öffentlichkeit aufzurütteln.
Das alles zeigt, dass Deutschland weder zu einem normalen Land geworden ist, noch dass die richtigen Schlüsse aus der Geschichte gezogen wurden, sie sogar noch verdreht und zugunsten der Deutschen ausgelegt wird. Deshalb sind wir heute hier, um darauf aufmerksam zu machen, was immer noch in diesem Land abgeht, den Alliierten von damals zu danken, die dem deutschen Wahn Einhalt geboten haben, und um dazu aufzurufen so zu handeln, dass etwas wie der Nationalsozialismus oder die Shoa sich nie wieder erreignet!!
Hier gibt es unseren Flyer zum 8. Mai als PDF.
Leipziger Blog zu/ gegen Naziaktivtäten
LVZ 9.5.2008 - Polizei prüft Propaganda-Aktion
Parolen mutmaßlicher Neonazis im Stadtgebiet
Mutmaßliche Rechtsradikale haben versucht, den Jahrestag des Kriegsendes für Propaganda zu nutzen. In den gestrigen Morgenstunden tauchten im Stadtgebiet eine Reihe von Holzkreuzen, Plakaten und Graffiti auf.
Tenor: "8. Mai -- Wir feiern nicht".
Laut Polizei wurden entsprechende Losungen in Kleinzschocher, Mölkau und Probstheida entdeckt. In der Rolf-Axen-Straße stellten Beamte gegen zwei Uhr drei junge Männer, die Flugblätter bei sich hatten. Vier weitere Verdächtige wurden ganz in der Nähe festgestellt. "Es muss nun geklärt werden, ob die Schriftzüge bereits die Schwelle der Strafbarkeit überschritten haben", teilte Polizeisprecher Andreas Loepki mit. Hinsichtlich eines an eine Wand gesprühten Hakenkreuzes seien bereits Ermittlungen eingeleitet worden. Aus dem Leipziger Umland wurden gestern ähnliche Parolen gemeldet.
Der nächtliche Propagandafeldzug war offensichtlich eine Aktion der im sogenannten Freien Netz zusammengeschlossenen Neonazis. Auf ihren Internetseiten berichteten die Rechtsextremen jedenfalls umgehend über die Aktion. Diese Gruppierung hatte in diesem Jahr bereits Neonazi-Aufmärsche in Reudnitz und Grünau angemeldet (die LVZ berichtete). F. D.
btw: Wir haben gefeiert! In der Innenstadt kamen zeitweilig bis zu 100 Menschen zusammen, um mit ____ um den 8. Mai als Tag der Befreiung durch die Aliierten zu feiern...
Antifa RDL
Die langen Schatten der Extremismustheorie

Am 15. Mai 2008 findet in der »Runden Ecke Leipzig« eine Veranstaltung mit dem Titel »Politischer Extremismus und seine Wahrnehmung in Deutschland ? Die langen Schatten der Vergangenheit« statt. Organisiert wird das Ganze vom Bürgerkomitee Leipzig e.V. und dem Evangelischen Arbeitskreis der CDU.
Als Referenten sind mit von der Partie: Prof. Dr. Eckhard Jesse (Extremismusforscher an der TU Chemnitz) und Heinz Eggert (ehemaliger sächsischer Staatsminister des Inneren). Sollte sich beim Veranstaltungstitel noch die Frage stellen, worum es hier geht, so erübrigt sich diese schnell in Hinblick auf den Referenten Eckhard Jesse. Denn Jesse, der als »anerkannter Extremismusexperte« für die Bundeszentrale für Politische Bildung, das Bundesinnenministerium und das Bundesamt für Verfassungsschutz arbeitet, ist schon seit Anfang der neunziger Jahre eine untragbare Person, die immer wieder durch antisemitische und das Naziproblem verharmlosende Publikationen hervorsticht.
Zentraler Punkt bei Jesse ist die so genannte Extremismustheorie, die davon ausgeht, dass es eine demokratische Mitte gibt, die durch extreme Ränder bedroht ist. Dabei setzt Jesse Links und Rechts gleich und kritisiert auch, dass der »Linksextremismus« in Deutschland viel weniger wahrgenommen wird als der »Rechtsextremismus«. Doch nicht nur der »Linksextremismus« ist Jesse ein Dorn im Auge. 1990 veröffentlichte er gemeinsam mit Rainer Zitelmann den Sammelband »Schatten der Vergangenheit ? Impulse zur Historisierung des Nationalsozialismus«. Jesse forderte darin das Ende der »selbstquälerischen Form der Vergangenheitsbewältigung «. Dass sich die Deutschen endlich vom Joch des Nationalsozialismus befreien und einen Schlussstrich in Sachen Geschichte ziehen sollen, war ein Hauptanliegen des Buches. Gleichzeitig verfolgte Jesse das Ziel, den Deutschen eine ganz besondere Angst nehmen: »Die Angst, man könne als Antisemit abgestempelt werden, erscheint geradezu
übermächtig«, schrieb er in »Schatten der Vergangenheit« und beklagte eine »vielfach privilegierte jüdische Position in der Bundesrepublik«. Auch anderswo: Wer »auf den starken jüdischen Einfluss in den USA verweist«, sei »noch längst kein Sympathisant des Antisemitismus«. Oder andersherum: Antisemiten sind die eigentlichen Freunde der Juden, denn, so der Extremismusforscher: »Jüdische Organisationen brauchen
Antisemitismus in einer gewissen Größenordnung, um für ihre Anliegen Gehör zu finden … .« Damit bediente Jesse gängige antisemitische Klischees, wie z.B. den großen Einfluss der Juden in der Weltpolitik. Jesse wurde für seine Äußerungen oft kritisiert. Seiner Karriere als Extremismusforscher hat das bis heute nicht geschadet. So veröffentlichte er 2003 einen Sammelband mit dem Titel »Der missbrauchte Antifaschismus«. Im Buch
wird dafür plädiert, vom »Antifaschismus« zugunsten des »Anti-Extremismus« oder »Anti-Totalitarismus« Abstand zu nehmen. Herausgeber Eckhard Jesse kritisiert darin: »Als linksextremistisch gilt vielfach nur noch eine gewalttätige Variante, als rechtsextremistisch hingegen bereits jede Form der ?neuen Rechten?. Wer im Neuen Deutschland einen Artikel schreibt, kommt ?ungeschoren? davon; wer der Jungen Freiheit ein Interview
gibt, provoziert eine Kampagne.« Mit anderen Worten: Anstatt sich gegen Nazis und ihr ideologisches und organisatorisches Umfeld zu engagieren, solle man sich in Deutschland wieder stärker gegen Links wenden. Damit zeigt Jesse, dass er im Land der Täter keine besondere Veranlassung dafür sieht, jegliche Ansätze nationalsozialistischer Wiederbetätigung im Keim zu ersticken. Der Politikprofessor wird ganz konkret, wenn er praktischen Antifaschismus schlecht reden darf: So kritisierte er in einem Interview mit der Leipziger Volkszeitung (LVZ vom 4. Januar 2008) das Zusammengehen verschiedener politischer Initiativen gegen Aufmärsche von Neonazis in Leipzig. Als legitim galt ihm nur eine Einstellung, die eine »ordnungsgemäße« Durchführung von Nazi-Demonstrationen möglich macht. Blockadeversuche, mit deren Hilfe es in der Vergangenheit gelang, die Propagandaleistung von Christian Worch und seinen Kameraden einzuschränken, werden vom Berater des sächsischen Innenministers unter der Floskel »Politrandalierer« als Fall für die Polizei behandelt.
Doch Jesses »Antiextremismus« zielt nicht nur auf die Diskreditierung antifaschistischer Initiativen. Vielmehr noch strebt er nach einer Normalisierung nationalistischer und obrigkeitsstaatlicher Positionen, obwohl diese zu den Grundbestandteilen alter und neuer Nazis gehören. Ganz im Sinne dieser politischen Haltung verteidigte der Politikprofessor dann auch kürzlich den designierten Kultusminister Krause aus Thüringen, als
dieser wegen seinen Artikeln in braunen Medien wie Junge Freiheit und Etappe in die Kritik geriet. Dass Eckhard Jesse Nazis mit AntifaschistInnen gleichsetzt, ein Geschichtsrevisionist ist, für den die NPD eine ganz normale Partei darstellt, weshalb er auch gute Kontakte zu diversen Nazigrößen pflegt, ist nichts Neues.
Gerade deshalb ist es umso wichtiger, ihm die Grenzen aufzuzeigen und seinen Verlautbarungen etwas entgegen zu setzen. Darum fordern wir euch auf, zahlreich zu einer kritischen Teilnahme der Veranstaltung am 15. Mai um 18.00 Uhr in die »Runde Ecke« in Leipzig zu kommen.
Initiative gegen jeden Extremismusbegriff
Treffpunkt: 15. Mai ? 17.30 Uhr
an der »Runden Ecke Leipzig«
May 08, 2008
Antifaschistische Aktion Bernau
8. Mai ? Tag der Befreiung
Kundgebung und feierliches Essen in Bernau
Auch dieses Jahr versammelten sich an die 150 Menschen zu einer Gedenkkungebung, anlässlich des 8. Mai ? Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus - am Denkmal für die Gefallenen der Roten Armee.
Im Anschluss der Kundgebung wurde zu einem Festessen eingeladen, um den Befreiern für den Tag des Siegs über Nazi-Deutschland zu danken. Bei Sekt und Häppchen wurde ausgiebig auf dem Bernauer Marktplatz gefeiert.
Im diesen Sinne: Wer nicht feiert, hat verloren.
Im folgendem ein paar Bilder von der Party:
(Zum vergrößern rauf klicken)
Antifa Infoportal Magdeburg
Thanks to the allies - L`chaim to Israel
Anlässlich des 8. Mai gibt es Einiges zu feiern. Am 8. Mai 1945 erzwangen die Alliierten die bedingungslose Kapitulation des nationalsozialistischen Deutschlands und setzten der wahr gewordenen Hölle auf Erden des industriellen Massenmordes, totalen Vernichtungskriegs und Volksgemeinschaft endlich ein Ende. Entgegen geschichtsrevisionistischer Positionen gilt es für uns, diesen Tag als den Tag
by noreply@blogger.com (antifainfoportal) at May 08, 2008 08:48 PM
Politische Sachsen-Anhalt Infos
Innenminister Hövelmann nach Naziattacke
Zerbst. In der Nacht vom 30. zum 31. März dieses Jahres demolierten zwei junge Männer den Zaun des Hauses von Innenminister Holger Hövelmann ( SPD ) in Zerbst ( Anhalt-Bitterfeld ). Dabei schrie einer der Täter : ” Scheiß Nazihasser “, ” Nazijäger ” und ” Heil Hitler !”. Wenige Tage später bekam der 24-Jährige die [...]
«Zivilcourage gegen Wirrköpfe»
Halle/MZ. “Juden Jena”-Rufe beim Halleschen FC, Rauchbomben im Nürnberger Fanblock, Bochumer Fans, die einen Ordner in Bielefeld lebensgefährlich verletzen: Die Ausschreitungen in den Stadien werden immer schlimmer. MZ-Redakteur Christian Elsaeßer sprach mit Theo Zwanziger, dem Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes. Herr Zwanziger, wie beurteilen Sie die vielen Fan-Ausschreitungen und Auswüchse in deutschen Stadien in den vergangenen Wochen? Zwanziger: [...]
Fußballvereine sollen handeln
Halle/MZ. Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Theo Zwanziger, fordert die Vereine zum verstärkten Kampf gegen Rassismus und Gewalt in deutschen Stadien auf. «Vereine müssen Wissen und Bildung vermitteln. Wir müssen den Kampf gegen Wirrköpfe konsequent mit Zivilcourage führen», sagte der DFB-Präsident der MZ. An die Vereine gerichtet stellt Zwanziger klar: «Zu uns sollen nur diejenigen gehören, [...]
Linke Aktionsgruppe Bad Dürrenberg
8. Mai Merseburg
Pünktlich zum Tag der Befreiung haben die im Geiste gefangenen wiedermal zugeschlagen. In der Nacht vom 7. zum 8.Mai haben Nazis in der Stadt Merseburg Plakate mit der Aussage “die alliierten Streitkräfte wären die wahren Kriegsverbrecher gewesen” angebracht. Als linke Aktivisten aus Bad Dürrenberg in Merseburg eintrafen, wussten sie sofort, was mit den Plakaten zu [...]
Politische Sachsen-Anhalt Infos
Schleichende Verbürgerlichung
Das Buch “Neonazis in Nadelstreifen” wirft einen Blick auf die verdeckten Strukturen der NPD und die zum Teil bedrohlich erfolgreichen Versuche des rechtsextremen Spektrums, sich in der bürgerlichen Gesellschaft zu etablieren. Es beschreibt unter anderem Wirtschaftsnetzwerke und die zunehmende Zahl von Frauen und Mädchen im rechtsextremen Milieu. In Zeiten, in denen ein ehemaliger Mitarbeiter der rechtsgerichteten [...]
antifaschistisches hamburger offenes Jugendplenum [AHOJ]
8.mai: ???c???! thank you! merci!
8. Mai
Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus!
Wir sagen Danke! Heute ab 19°° Uhr Grillfeier im Schanzenpark!
Antifa Jena
Auf nach Bamberg - Gegen den Bundesparteitag der NPD
Am Wochenende vom 24. bis zum 25. Mai 2008 wird die NPD (Nationaldemokratische Partei Deutschlands) im bayrischen Bamberg ihren Bundesparteitag mit ca. 600 Delegierten und Besuchern abhalten.

Bereits im letzten Jahr wollte die NPD die Konzert- und Kongreßhalle in Bamberg für einen Landesparteitag nutzen. Ein juristisches Verbot aufgrund des städtischen ?Tages der offenen Tür? verhinderte das. Für den nun anstehenden Bundesparteitag ist ein ähnliches Verbot der Stadtverwaltung gerichtlich gekippt wurden ? die NPD konnte sich erfolgreich in die Halle einklagen. Doch diese juristische Legitimation ist selbstverständlich kein Grund die NPD in Ruhe zu lassen, antifaschistisches Handeln ist gerade jetzt notwendig. Zum einen um zu zeigen, dass nicht alles, was gerichtlich erlaubt wird, auch politisch legitim ist, zum anderen um deutlich zu machen, dass sich antifaschistische Aktivitäten -trotz gerichtlicher Entscheidung- nicht auf ein symbolisches ?Wir sind dagegen? beschränken lassen. Nicht selten dienen solche Gerichtsentscheidungen als Begründung für tatenloses Zusehen und werden anschließend mit obrigkeitsgläubigen Forderungen nach schärferen Gesetzen und Verboten verbunden. Jüngstes Beispiel sind etwa die geplanten Verschärfungen im neuen bayerischen Versammlungsgesetz, mit denen Naziaufmärsche erschwert oder gar verboten werden sollen. Anstatt die Naziideologie und ihre gesellschaftlichen Grundlagen zu dekonstruieren, soll versucht werden diese via Auflagenbescheid aus dem öffentlichen Leben zu verbannen. Hinzu kommt dann noch, dass mit dem ?Militanzverbot?anhand von Äußerlichkeiten generell jeder Demonstration ? also auch antifaschistischen - Unfriedlichkeit unterstellt werden kann, um diese einzuschränken. Entscheidend für antifaschistisches Handeln kann aber nach wie vor nicht die Frage sein, was durch Justiz und Polizei erlaubt ist, sondern vielmehr der altbekannte Grundsatz ?Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen?. Dementsprechend werden wir auch dem NPD-Bundesparteitag in Bamberg begegnen.
Bei der NPD handelt es sich um die derzeit aktivste und wahrnehmbarste rechte Partei in der BRD, mit ihrem nationalsozialistischen Programm gelang es ihr in Teilen Deutschlands hoffähig zu werden. Der 1964 in Hannover gegründeten Partei sitzt momentan Udo Voigt vor. Neben ihrer Jugendorganisation, den Jungen Nationaldemokraten, führt die NPD den Nationaldemokratischen Hochschulbund sowie den Ring Nationaler Frauen. Die Mitgliederzahl liegt bei ca. 7000. 1969 erzielte die Partei mit 4,3 Prozent ihr bislang höchstes Wahlergebnis bei einer Bundestagswahl.
Während bisweilen Kontinuität und Professionalität im Parlament nicht gerade zu den Stärken der Nazis gehörten, so hat die Partei mit der Wahl in Landes- und Bezirksparlamente in Sachsen, Mecklenburg Vorpommern und Berlin einen großen Schritt voran getan. Mit 9,2 Prozent gelang der Einzug in den sächsischen Landtag ? in Mecklenburg Vorpommern mit 7, 4 Prozent. Zwar ist es der NPD aufgrund des momentanen Abgrenzungskurses aller anderen Parteien nicht möglich eigene Anträge oder eigene politische Ziele mit parlamentarischen Mehrheiten umzusetzen, doch besteht insofern eine Gefahr, dass die Inhalte der Partei auf die politische Tagesordnung kommen und dass ein Abstumpfen gegenüber politischen und anti-humanistischen Tabubrüchen einsetzt.
Die anderen etablierten Parteien distanzieren sich zwar von der NPD, selten folgt daraus aber eine Kritik der Inhalte der NPD. Das große Potenzial an rechten Einstellungen in der Bevölkerung ist nicht nur für die NPD Anknüpfungspunkt, sondern auch für alle anderen Parteien. Wir leben in einer Zeit in der komplexe Probleme auf einfache Ursachen zurückgeführt und einfache Lösungen angeboten werden, wo soziale Unsicherheit und Perspektivlosigkeit Alltag geworden sind. In diesem Klima nehmen vor allem Wohlstandschauvinismus und Sozialdarwinismus zu. Kampagnen wie "Kinder statt Inder" oder der Ausbau des Überwachungsstaats fußen nicht auf dem Wunsch nach Problemlösungen, sondern knüpfen an Einstellungen in der Bevölkerung an. Die letzten beiden Bundestagswahlen haben gezeigt, wie knapp Mehrheiten verteilt sind. Insofern lohnt es sich um jede Wählerstimme zu kämpfen. Dabei Inhalte als rechts zu reflektieren, würde nicht nur Zeit und Selbstkritik kosten, sondern auch Wählerstimmen.

Kongresszentrum Bamberg: Nazitreffen im Hegelsaal
Das große Potential rechter Einstellungen in der Bevölkerung stellt also hierbei eher eine Gefahr dar, weil das politische System nicht langfristig denkt, sondern kurzfristig. Im Vordergrund muss daher die Auseinandersetzung mit rechter Ideologie stehen. Das heißt Rassismus, Antisemitismus, Nationalismus, Chauvinismus und Sexismus zu bekämpfen, nicht nur wenn offensichtliche Nazis in Erscheinung treten, sondern immer und überall. Nur so kann der ?Kampf um die Köpfe? wirklich geführt werden. Und die Straße ? die ist noch nicht verloren, solang es Menschen gibt, die protestieren, die sich einmischen und die nicht zulassen, dass die NPD Fuß fassen und sich als ?normale? Partei etablieren kann.
Im Jahr 2006 konnte die NPD ihren Bundesparteitag in Berlin ungestört abhalten. Die Berliner wie auch die bundesweite Antifa-Szene hatte versagt - sei es weil die Prioritäten falsch gesetzt wurden oder weil man schlicht und einfach keinen Bock hatte. Aber: Der Bundesparteitag hat mehr Relevanz als jeder regionale Naziaufmarsch. Die NPD beschließt dort ihre politischen Strategien und gewinnt Bündnispartner_innen. Mit der bei diesem Bundesparteitag anstehenden Wahl eines neuen Vorstandes werden außerdem Richtungsentscheidungen für das zukünftige Agieren der Partei getroffen. Nicht zuletzt dient der Bundesparteitag auch und vor allem als Versuch der Manifestation des "organisierten Willen" als "Vierte Säule" der NPD. Sie will hier die "Einigkeit der Bewegung" inszenieren. Selbstredend, dass die NPD sich dabei als Speerspitze sieht. Dazu werden Redner von anderen europäischen Neonazi-Vereinigungen auftreten, genauso wie Vertreter der ansonsten weitestgehend abgelehnten "Freien Kräften" die vermeintliche Bündnisfähigkeit demonstrieren werden.
Lassen wir sie dabei nicht in Ruhe. Rücken wir den Nazis auf die Pelle. Stören wir den NPD-Bundesparteitag!
Aufruf als PDF zum Ausdrucken und Vervielfältigen
Aus Jena wird ein Bus zu den Protesten gegen den NPD-Parteitag fahren. Karten bekommt ihr für 10 Euro im Infocafe. Wenn ihr aus anderen Thüringer Städten mitfahren wollt, wendet euch bitte an die bekannten Aktivisten vor Ort.
Neuigkeiten erfahrt ihr auf
Antifa SFA - Soltau Fallingbostel Walsrode
Uni HH: Feministische Struktur bedroht
Antifaschistische Linke Berlin [ALB]
Party in Berlin: 3 Jahre JAB
Am 17.5.2008 feiert die Jugendantifa Berlin (http://jab.antifa.de) bei kaltem Bier, leckeren Cocktails, guter Musik und trashiger Karaoke ihr 3jähriges Bestehen. Der Erlös der Party wird für die Antifaschistischen Aktionswochen in Königs Wusterhausen anläßlich der Kommunalwahlen in Brandenburg verwendet. Die Aktionswochen sind teil der landesweiten Kampagne Keine Stimme den Nazis (http://www.keine-stimme-den-nazis.de) . 17.05.2008 | 20 Uhr | K9 | Kinzigstr. 9 (U-Samariterstraße) .
Antifa Gruppe Suedthueringen [AGST]
Termine: Gegen Burschis, Nazis und Deutschland!
Coburg, Sondershausen, Bamberg, München, Marktheidenfeld - die nächsten Wochen werden heiß. Es gilt die Auftritte von Faschist_innen und Burschis anzugehen. Ebenswo wie wir gegen die Verschärfung des Versammlungsrechts und des Überwachungsstaats vorgehen müssen. Ob in Bayern oder Thüringen. Für ein Leben ohne Grenzen. Hoch die antinationale Solidarität!
Antifaschistische Linke Berlin [ALB]
8.5.08: Gegen NPD in Rudow
BERLIN Am Donnerstag, den 8. Mai 2008 findet in Berlin-Rudow eine Kundgebung gegen ein geplantes Treffen der NPD-Neukölln (http://stressfaktor.squat.net/index.php?id=260) statt. Die Nazis versammeln sich in der Tagesstätte für Menschen mit Behinderung in Alt-Buckow. Antifa-Kundgebung am Donnerstag | 8. Mai | 18 Uhr | Berlin Buckower Damm / Johannisthaler Chaussee (U7 Johannisthaler Chausse) .
Politische Sachsen-Anhalt Infos
HARZ: Nazi-Kundgebung in Wernigerode
Etwa 2 Dutzend Nazis bei geschichtsrevisionistischer Kundgebung +++ 20 Punks und bunte Leute begleiten am Rande +++ Bürgerbündnis Wernigerode glänzt wieder einmal durch Abwesenheit +++ Auto von NPD-Landesgeschäftsführer Matthias Heyder gesmasht Etwa zwei Dutzend Nazis versammelten sich gegen 17 Uhr auf dem Marktplatz in Wernigerode, um sich über die Kapitulation Nazideutschlands und somit dem Ende des [...]
NPD Aktivitäten im Kreis Anhalt/Wittenberg
Anfang Mai wollte es die NPD mal wieder wissen und meldete 2 Veranstaltungen im Raum Anhalt/Wittenberg an. Proteste waren vorprogrammiert. Am 01.05.2008 meldete die Rechtsextreme NPD in Wittenberg eine Kundgebung an, wobei es nur bei der Anmeldung blieb, denn weit und breit war kein Neonazi in der Wittenberger Innenstadt zu sehen. Trotz eines Nichterscheinens des NPD Kreißverbandes Wittenberg [...]
May 07, 2008
Politische Sachsen-Anhalt Infos
Nazikundgebung in Magdeburg
Am heutigen Mittwoch, den 7.Mai 2008,veranstalteten Nazis aus dem Umfeld der Nationalen Sozialisten Magdeburg (ehemals Festungsstadt), der NPD und der JN eine Kundgebung im Rahmen ihrer (?8.Mai - Macht euch frei von der Lüge?) Kampagne. Gegen 16:00 Uhr versammelten sich um die 15 Neonazis gegenüber vom Hundertwasserhaus, um ihr Trauerspiel zu beginnen. Gelangweilt, schlecht gelaunt und [...]
Rock für Links in Marzahn/Hellersdorf
Das Line-Up steht!
Endlich ist es soweit. Das Line-Up ist komplett…*trommelwirbel*
Neben den bereits bestätigten “The Hits”, “Radio Havanna” und “Bandylegs” gesellen sich die Berliner Rockband “Stakeout”, die Berliner Ska-Combo “Minni the Moocher”, der Hannoveraner Reggae-Artist “Benjie” (Ganja Smoka
) und die Berliner SkapunkerInnen “Delikat” in den illustren Kreis der MusikantInnen, die das Rock für Links in diesem Jahr künstlerisch unterstützen möchten, dazu. Wir sagen schon mal im voraus Merci! Spasibo! Thank You!
Antifa Hohenschönhausen
Freitag 09.05. - 23 Uhr - KØPI - Soliparty
21st Century Punk - Das Partylabel Elektrohäppchen und Edelranz feiern zusammen mit euch im abgefucktesten Tanzloch der Stadt aka....
Linke Aktionsgruppe Bad Dürrenberg
8. Mai kein Tag wie jeder andere!
Am 8. Mai 1945 kapitulierten die Streitkräfte des Deutschen Reiches bedingungslos gegenüber den Staaten und Armeen der Anti-Hitler-Koalition. Damit waren der staatlich manifestierte Nationalsozialismus in Deutschland, der deutsche Massenmord an Millionen von Menschen als auch der von Deutschland begonnene Vernichtungskrieg beendet. In der Erinnerungskultur in Deutschland spielt dieser Tag jedoch kaum eine Rolle. Nicht wenige [...]
Antifa SFA - Soltau Fallingbostel Walsrode
Rechtsextremistische Organisationen verboten
Antifa Erkner
Erkner: Übergriff am Herrentag
Augenzeugen zufolge soll sich am 1. Mai, in diesem Jahr auch ?Herrentag?, ein rechtsextremer Übergriff ereignet haben. So griff eine Gruppe von ungefähr zehn Nazis in der Erkneraner Friedrichstrasse einen Fahrradfahrer an, zerrte ihn vom Rad und verprügelte ihn. Das Opfer konnte sich losreissen und weglaufen, wurde von den Nazis jedoch wieder eingeholt und schwer zusammengeschlagen. Der Grund für den Angriff ist nicht bekannt. Einige der Täter sollen nicht bestätigten Angaben zufolge Kleidung mit Aufdrucken der ?Kameradschaft Oder-Spree? getragen haben.
AK Antifa Potsdam
Rassistischer Übergriff mit zahlreichen Verletzten am 1. Mai in der Potsdamer Innenstadt
Am Nachmittag des 1. Mai kam es in der Potsdamer Innenstadt auf der gut besuchten Brandenburger Straße zu einem rassistischen Übergriff, der seinesgleichen sucht. Eine Gruppe von 30-50 jungen Männern griff den Dönerimbiss XXL2 an. Zunächst wurde ein Werbeschild umgestoßen und die draußen sitzenden Gäste des Bistros tätlich angegriffen und beschimpft. So wurden sie etwa gefragt, warum sie denn ?bei Türken? essen gehen würden. Als daraufhin ein Angestellter die Gruppe zur Rede stellen wollte, griffen die einheitlich gekleideten Männer die Mitarbeiter_innen des Imbiss an. Mehrere Zeugenaussagen bestätigen die Schilderungen der Inhaber_innen, wonach bei diesem Angriff rassistische Parolen wie z.B. ?Ausländer raus? und ?Deutschland den Deutschen? gerufen wurden. Erschreckenderweise stieß dies bei einigen Passant_innen auf Zustimmung.
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Übergriff von Neonazis auf Potsdamer Dönerimbiss
Am Donnerstagnachmittag kam es in Potsdam zu einem massiven Übergriff von Neonazis auf den Dönerimbiss Bistro XXL 2. Dieser liegt auf der Brandenburger-Straße in Höhe des Karstadt Kaufhauses. An dem Übergriff war eine uniformierte Gruppe von ca. 30-60 jungen Männern beteiligt, diese stürmten das Bistro unter "Ausländer raus" und "Deutschland den Deutschen"-Rufen, verletzten vier Mitarbeiter des Imbisses schwer und einige leicht.
Trotz der glaubwürdigen Schilderung der Betroffenen und anderer Augenzeugen suchen sowohl Teile der Presselandschaft als auch Potsdams Oberbürgermeister die Schuld bei den Betroffenen. Diese hätten provozierend auf den Jungmänner-Mob eingewirkt und so die Situation eskalieren lassen.
Solche, verharmlosenden Sichtweisen verurteilen wir sehr. Ein rassistischer Übergriff, mit derart eindeutigen Parolen, lässt sich durch nichts rechtfertigen oder erklären. Die Schuld liegt bei den Tätern, nicht bei den Betroffenen!
Deshalb rufen wir zu einer Demonstration durch die Potsdamer Innenstadt auf.
3.Mai || 18.00Uhr || Platz der Einheit
[S7 nach Potsdam, dann noch 5 Minuten zu Fuss Richtung Innenstadt]
Potsdamer Antifas
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Alles Gute kommt von Oben
In der Nacht vom 14. zum 15. April 1945 wurden Teile der Potsdamer Innenstadt durch alliierte Bomberverbände zerstört. Hauptziel der 4000 innerhalb von 20 Minuten abgeworfenen Bomben war der Potsdamer Hauptbahnhof als Nachschubknotenpunkt für die Kriegsmaschinerie für Berlin. Dadurch wurde es den sowjetischen Bodentruppen ermöglicht, Berlin mit geringeren Verlusten und unnötigen Opfern zu befreien. Darüber hinaus gab es zum Zeitpunkt der Bombardierung in Potsdam keinen einzigen Betrieb, der nicht zur Rüstungsindustrie gehörte. Produziert wurden Waffen und Waffenzubehör, Munition und Fallschirmseide, Feldlazarette, Flugzeuge, Messinstrumente und vieles mehr. Zur Aufrechterhaltung der Produktion und des öffentlichen Lebens sind Zwangsarbeiter/innen eingesetzt worden, die in über 50 kleineren Lagern in der Stadt untergebracht waren. Ob nun das schlechte Wetter, die Zielgenauigkeit der Piloten oder auch einfach nur das ästhetische Empfinden dieser schuld war; es wurden Teile der historischen Innenstadt Potsdams zerstört, u.a. das Potsdamer Stadtschloss sowie Teile die Garnisonkirche.
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Neonazis bereiten Kranzabwurf in Halbe heimlich vor
Nach Informationen des Berlin-Brandenburger Bündnisses ?NS-Verherrlichung stoppen!? mobilisiert der neonazistische ?Freundeskreis Halbe? für Samstag, den 15. März 2008 konspirativ zu einer Gedenkveranstaltung auf dem Waldfriedhof in Halbe.
Wie schon an den vorangegangenen Wochenenden wollen sich Neonazis mit Kränzen um 11.00 Uhr in dem brandenburgischen Dorf einfinden. Bei der zuständigen Polizeidienststelle liegt für so eine Veranstaltung allerdings noch keine Anmeldung vor, weswegen AntifaschistInnen davon ausgehen, dass die Neonazis mit ihrer heimlichen Vorbereitung eventuelle Verbote oder Blockadeaktionen umgehen wollen.
Bündnis-Sprecher Jan Soost: ?Die Neonazis suchen verzweifelt nach Möglichkeiten, das Gedenken in Halbe als rechtsradikales Top-Event zu retten. Deshalb müssen wir unseren Widerstand fortsetzen und diesen NS-Nostalgikern bei jedem ihrer Aufmarschversuche entgegentreten.?
Die AntifaschistInnen werden am Samstag ab 10.00 Uhr in Halbe mit einem Infozelt, Musik und Protestplakaten präsent sein.
Zugtreffpunkt für AntifaschistInnen am 15.3.08 von Berlin aus: Ostbahnhof, 8.30 Uhr, Gleis 1.
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Tag der politischen Gefangenen
Vorwort des Bundesvorstandes zur diesjährigen 18. März - Zeitung:
Die Rote Hilfe wurde und wird in der Öffentlichkeit immer wieder als ?Gefangenenhilfsorganisation? wahrgenommen. Tatsächlich wandelt sich der Schwerpunkt der Roten Hilfe beständig sowohl mit der Situation der linken Bewegung als auch mit dem aktuellen Stand der Repression. Ein Großteil der Arbeit, den die Rote Hilfe heute zu leisten hat, ist nicht direkt mit Knast und Inhaftierung verbunden. Dennoch bleibt die Solidarität mit Menschen, die wegen ihrer politischen Überzeugungen und Aktivitäten im Gefängnis sitzen, ein zentrales Anliegen der Roten Hilfe: Knast ist immer noch der augenfälligste Höhepunkt staatlicher Repression. Das Wegsperren politischer Menschen, der Versuch, sie aller Handlungsmöglichkeiten zu berauben und aus allen gesellschaftlichen Zusammenhängen zu reißen ? das ist auch heute noch die letzte Konsequenz politischer Unterdrückung. Die GenossInnen im Knast sollen nicht nur körperlich weggesperrt werden, sie sollen auch geächtet und aus der gesellschaftlichen Diskussion ausgeschlossen werden.
Rote Hilfe Rechtsberatung jeden ersten und dritten Dienstag 18Uhr im Madia (Lindenstraße 47)
Rote Hilfe Tresen in der Olga jeden Mittwoch ab 19.00 Uhr
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Naziübergriff in Döbern
In Döbern bei Forst kam es schon inder Nacht vom 23. auf den 24. Februar zu einem gefährlichen Naziübergriff.
Dabei wurde die linke Potsdamer Band ?Another Taste of Chaos? vom Türsteher der lokalen Diskothek im Stadtteil Eichwege zunächst mittels Gewalt daran gehindert das Gebäude zu betreten, mit Worten wie ?Du kommst hier nicht rein Schwuchtel?. Die sich draußen sammelnde Gruppe von ca. dreißig Nazis setzte dann unter den Augen der Diskobetreiberin zu eine reglrechten Hetzjagd auf die sechs Jugendlichen an. Sie riefen wiederholt ?Zecken verpisst euch? und ? Lauft weg und dreht euch nicht um?
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Selber Schuld!
Die Geschichte von der unschuldigen Bevölkerung, in einer angeblich militärisch bedeutungslosen Kunst- und Kulturstadt, ?the Great Dresden Swindle?, bestimmt seit ihrer ursprünglichen Stiftung durch die Nationalsozialisten die Erinnerung an die Bombardierung Dresdens vom 13. bis 15. Februar 1945.
Im Kalten Krieg auf verschiedene Art und Weise instrumentalisiert, gibt die Selbstdarstellung als Kriegsopfer selbst 17 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung gemeinschaftlichen Halt.
Die Opfer des Nationalsozialismus kommen dabei kaum zu Wort.
?ZeitzeugInnen?, die man lieber hört, beginnen ihre Erzählungen erst mit dem 13.Februar.
Der "alliierte Bombenterror", den sie beschreiben, gibt das Stichwort für den alljährlich größten bundesweiten Nazi-Aufmarsch der Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO).
63 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges bleibt die Bezugnahme auf den 13. Februar 1945 die einfachste Möglichkeit, um sich in Dresden öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen.
9.2. - Infoveranstaltung - KuZe - Hermann-Elflein-Str. 10 - 19:30
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