Last updated: July 24, 2008 09:32 AM
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July 21, 2008

Antifaschistische Aktion Bernau

Demo mit chaotischem Ende

?Schwarzer Block? bei Straßenparade in Bernau sorgte für Aufregung

Bernau - Es war genau das passiert, was die Kritiker der “Streetparade? befürchtet hatten. Bereits während der Demonstration am Sonnabend, zu dem der Jugendtreff Dosto und die Antifaschistische Aktion Bernau eingeladen hatten, kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Vielen wird die Straßenparade unter dem Motto ?Keine Stimme den Nazis? am 12.Juli in Bernau noch lange im Gedächtnis bleiben. Anders als die Angriffe von gewalttätige Neonazis am Abend waren es drei unbekannte Vermummte, die für Angst und Schrecken in der Bevölkerung sorgten. Die Befürchtung im Vorfeld der Parade, Autonome oder gar der ?Schwarze Block? würden nach Bernau kommen um Mülltonnen anzuzünden und die Stadt in Trümmer zerlegen, bestätigten sich also in Teilen.

Der Schwarze Block (hier englisch ?Black Bloc?) hatte sich in die erste Reihe gedrängt und bildete nun die Spitze, der eigentlich bunten und friedlichen Musikparade. Immer wieder versuchten der Mob aus der Parade auszubrechen und auf umstehende Polizisten loszugehen. Richtig brenzlig wurde es dann, als die Demonstranten gegen 20 Uhr das Straßenfest beendeten und mit ihrem Wagen zum Jugendklub Dosto zurückfuhren. Auf dem Weg dorthin kam es zu einer Konfrontation zwischen oben genannten drei Personen und der Polizei. Dank des großes Polizeiaufgebotes und des Einwirkens der Veranstalter_innen konnte jedoch eine Auseinandersetzung zwischen den aggressiven gewaltbereiten Unbekannten und der Polizei verhindert werden. Die Veranstalter_innen hatten aus Angst vor Krawallen die besagten Personen an die Motorhaube des ersten Wagens gekettet. “Wir mussten in dieser Situation zusätzliche Kräfte anfordern. Das war eine sehr problematische Lage”, schilderte Polizei-Einsatzleiter Hans-Jürgen Willuda, der sich betroffen von der Eskalation zeigte.

Hier ein Bild der Gewalttäter_innen:

Für Polizei und Veranstaler_innen sind die drei jedoch keine Unbekannten, in der Vergangenheit waren sie durch einschlägiges Auftreten bei Demonstrationen aufgefallen:


Außerdem wird vermutet, dass Verbindungen zu militanten Gruppen der Schmetterlinge (siehe Bild oben) bestehen.

Quelle: Bunte Playmobil Fraktion

by Administrator at July 21, 2008 07:34 PM

July 15, 2008

Hennigsdorfer Antifa Initiative [HAI]

Keine schweigenden Provinzen - Antifaschistische Aktionswochen in Königs Wusterhausen

“Anlässlich der Kommunalwahlen in Brandenburg wollen wir in Königs Wusterhausen Antifaschistische Aktionswochen unter dem Motto “Keine Schweigenden Provinzen” veranstalten. Primäres Ziel ist es den Einzug der NPD in das Stadtparlament zu verhindern und eine linke, antifaschistische Gegenkultur zu etablieren. Deshalb werden wir den Nazis mit verschiedensten Aktionen ihre Dominanz auf der Straße entreißen. Die Aktionswochen sind Teil der landesweiten Kampagne ‘Keine Stimme den Nazis’.”

Mehr Informationen dazu gibt es hier.

by Administrator at July 15, 2008 01:03 PM

Antifaschistische Aktion Bernau

Erfolgreiche Streetparade in Bernau

Am 12. Juli fand unter dem Motto “Keine Stimme den Nazis” im Rahmen der gleichnamigen Kamapagne eine Straßenparade durch Bernau statt. Mit 3 bunten Wagen zog die Parade von Busbahnhof durch die Stadt. Gegen 17 Uhr ging der Umzug in ein Straßenfest in der Innenstadt über. Ingesamt nahmen rund 300 Menschen an den Veranstaltungen teil. Organiserit wurden die Aktionen vom Jugendtreff Dosto, der Antifaschistischen Aktion Bernau, dem Subtival 1260 e.V. und der Ak Antifa Potsdam, mit Unterstützung des Bernauer Netzwerkes für Toleranz und Weltoffenheit.

Ein ausführlicher Bericht folgt noch. Im folgendem aber schon mal ein paar Impressionen.

by Administrator at July 15, 2008 12:30 PM

July 13, 2008

Antifaschistische Aktion Bernau

Pressemitteilung zu versuchten Naziangriff auf’s Dosto

Versuchter Angriff von Neonazis auf Jugendtreff nach Straßenparade // Dosto und Antifa kritisieren Verhalten der Polizei

Am vergangenen Samstag fand in Bernau eine Straßenparade unter dem Motto ?Keine Stimme den Nazis? statt. Veranstaltet wurde diese u.a. durch den Jugendtreff Dosto und die Antifaschistische Aktion Bernau, mit Unterstützung des Netzwerkes für Toleranz und Weltoffenheit. Mit drei bunt geschmückten Musikwagen zog die Parade vom Bahnhof durch die Straßen von Bernau und mündete in einem Fest in der Innenstadt. Neben einem ausgewogenen Musikprogramm, gab es Stände verschiedener Initiativen, die Informationsmaterial gegen Nazis verteilten. Insgesamt nahmen rund 300 Menschen an den Veranstaltungen teil. Am Abend sollte das Fest im Jugendtreff Dosto mit einer Party ausklingen. Doch wegen versuchten Angriffen von Neonazis auf Besucher_innen der Party und einem großen Polizeiaufgebot war es kaum möglich den Abend zu genießen.

Gegen 20.30 Uhr versammelte sich eine Gruppe von 10 ? 15 gewaltbereiten Neonazis und versuchte von der Breitscheidstraße auf das Gelände des Kulturhofes, wo sich auch der Jugendtreff Dosto befindet, zu gelangen. Trotz einer schnellen Präsenz der Polizei, wodurch zwar das Betreten des Kulturhofes durch die Nazis verhindert wurde, kam es zu einer länger andauernden Konfrontation zwischen Nazis, Polizei und Besucher_innen.
Dabei wurde die Polizei durch die Nazis mehrfach tätlich angegriffen. Außerdem wurde wiederholt der Hitlergruß gezeigt, sowie Polizei und Besucher_innen beledigt und bedroht. Auf Grund des aggressiven und gewalttätigen Auftretens der Nazis musste damit gerechnet werden, dass diese einen erneuten Angriff versuchen würden. Trotz mehrfacher Aufforderung der Veranstalteter_innen, die Nazis des Platzes zu verweisen, um weitere Provokationen zu unterbinden, schien die Polizei nicht gewillt wirkungsvoll zu handeln. Etwa zwei Stunden später kam es zu einer zweiten Ansammlung. Noch fahrlässiger als beim ersten versuchten Angriff und trotz wiederholten Hinweisen durch die Veranstalter_innen, reagierte die Polizei nicht auf das erneute Erscheinen der Nazis. Wie auch beim ersten Angriff, bedrohten diese die Anwesenden und versuchten mit Gewalt auf das Gelände zu gelangen. Wieder ließ die Polizei die Nazis unbehelligt gehen.

Wir, der Jugendtreff Dosto und die Antifaschistische Aktion Bernau, kritisieren, dass die Polizei die gewalttätigen Nazis nicht in Gewahrsam genommen, geschweige denn Personalien aufgenommen hat, um die Besucher_innen vor Übergriffen zu schützen. Stattdessen versuchten sie die Veranstaltung im Dosto offensichtlich zu unterbinden indem sie wegen angeblicher ?Gefahrenabwehr?, so die Begründung der Polizei, Besucher_innen der Party den Zugang auf das Gelände verwehrte.

Ein Bericht mit Bildern zur Parade folgt.

by Administrator at July 13, 2008 06:35 PM

July 10, 2008

AK Antifa Potsdam

Für eine befreite Gesellschaft

Wir laden euch am 12.Juli zu einem Straßenfest in Bernau (bei Berlin) ein. Unter dem Motto ?Keine Stimme den Nazis? ziehen wir mit einer bunten Parade vom Bahnhof durch die Stadt. Drei Wagen mit super Musik, Seifenblasen, Luftballons und hoffentlich viel Sonnenschein werden uns dabei begleiten.

Mit einer antifaschistischen und antirassistischen Jugendkultur wollen wir eine Gesellschaft schaffen, in der rassistische und antisemitische Denkweisen, sowie Homophobie und Sexismus keinen Platz finden! Besonders in Bezug auf die bevorstehenden Kommunalwahlen ist es für uns wichtig, das Stadtbild mit eigenen Inhalten zu besetzen.

Also kommt am 12.Juli um 14 Uhr zum Bahnhof Bernau und seid mit uns ?Laut - Bunt - Antifaschistisch? !

Die Parade findet im Rahmen der Brandenburger Kampagne "Keine Stimme den Nazis" statt.

check: streetparade.tk
[weiterlesen...]

July 10, 2008 11:32 PM

July 09, 2008

Hennigsdorfer Antifa Initiative [HAI]

Demobericht vom 3. Juli - Nazis filmten und fotografierten ungehindert

Am Donnerstag, dem 3. Juli, fand in Hennigsdorf eine Demonstration mit anschließender Kundgebung gegen den Naziladen ?On the Streets? statt. Ein Bündnis von BürgerInnen der Stadt Hennigsdorf, Gewerkschaften, Parteien, dem Seniorenbeirat, Antifas u.a. hatte dazu aufgerufen. Es war die fünfte Kundgebung dieser Art, die nun monatlich vor dem Naziladen stattfindet.
Dieses Mal fand vor der Kundgebung noch eine kurze Demo statt, die um 17 Uhr auf dem Postplatz begann. Unter strahlender Sonne wurden Transparente ausgerollt, u.a. eines der Kampagne ?Keine Stimme den Nazis?.
Schon zu diesem Zeitpunkt standen in unmittelbarer Nähe zwei bekannte Neonazis, die die TeilnehmerInnen einzeln und in Gruppen fotografierten. Als anwesende Polizeibeamte angesprochen wurden, dass sie das Filmen der Nazis unterbinden sollen, antworteten diese, dass sie nichts unternehmen würden, da das Filmen völlig legal sei. […]

Den kompletten Bericht gibt es hier.

by Administrator at July 09, 2008 06:27 PM

July 08, 2008

Antifaschistische Aktion Bernau

“Rosen auf den Weg gestreut” Ausgabe 6 ist da.

Das Antifa-Jugendinfo für den Nordosten Berlins und Bernau “Rosen auf den Weg gestreut” ist fertig gedruckt. In der 6. Ausgabe ist dieses Mal “Antirassismus” der Schwerpunkt. Dazu gibts ein Interview mit aktiven migrantischen Jugendlichen und zwei interessante Texte.
Der geheime zweite Schwerpunkt ist dieses Mal “Brandenburg”. Zumindest über das Umland von Berlin wird im Heft ausgiebig berichtet.

Ein Text auf den wir besonders hinweisen wollen, trägt die Überschrift “Nazi-Aktivitäten in Bernau und Biesenthal” und kann hier nachgelesen werden. Ansonsten könnt ihr euch auch eine Printausgabe aus dem Dosto besorgen.

Wer keine Printausgabe ergattern kann, für den/die ist es auch möglich das Heft als PDF-Datei auch runter zu laden. Dazu schaut einfach unter Texte.

by Administrator at July 08, 2008 02:14 PM

July 07, 2008

Autonome Antifa Königs Wusterhausen

Neuer Naziladen in KWh?

Nachdem der Neonazi-Laden “Explosiv” aus Königs Wusterhausen, offenbar in Vorbereitung einer bevorstehenden Schließung, seit dem 06.06.2008 einen Räumungsverkauf durchführt, steht die Eröffnung eines weiteren Naziladens anscheinend unmittelbar bevor.

So wurden AntifaschistInnen in der Bahnhofstraße keine 100 Meter vom “alten” Thor-Steinar-Laden entfernt auf ein Ladengeschäft aufmerksam, in dem sich seit kurzem neben dem Schriftzug “Neueröffnung” einige Exponate der Neonazi-Marke Thor Steinar befinden. Wer hinter dem Projekt steht, ist derzeit noch unklar. Lokale Antifaschisten beobachten diesen Zustand jedoch mit zunehmender Sorge, da zu erwarten ist, dass hier ein weiterer Anlaufpunkt für die rechtsradikale Szene im Entstehen ist.

by Administrator at July 07, 2008 12:58 PM

Antifaschistische Aktion Bernau

Streetparade in Bernau am 12. Juli

Wir laden euch am 12.Juli zu einem Straßenfest in Bernau (bei Berlin) ein. Unter dem Motto ?Keine Stimme den Nazis? ziehen wir mit einer bunten Parade vom Bahnhof durch die Stadt. Drei Wagen mit super Musik, Seifenblasen, Luftballons und hoffentlich viel Sonnenschein werden uns dabei begleiten.

Mit einer antifaschistischen und antirassistischen Jugendkultur wollen wir eine Gesellschaft schaffen, in der rassistische und antisemitische Denkweisen, sowie Homophobie und Sexismus keinen Platz finden! Besonders in Bezug auf die bevorstehenden Kommunalwahlen ist es für uns wichtig, das Stadtbild mit eigenen Inhalten zu besetzen.

Also kommt am 12.Juli um 14 Uhr zum Bahnhof Bernau und seid mit uns ?Laut - Bunt - Antifaschistisch? !

Die Parade findet im Rahmen der Brandenburger Kampagne “Keine Stimme den Nazis” statt.

www.streetparade.tk

by Administrator at July 07, 2008 09:16 AM

June 27, 2008

Autonome Antifa Königs Wusterhausen

28. Juli 2008

Wie an jedem vierten Montag des Monats: Unser Solitresen! Die Einnahmen gehen an die Kampagne “Keine Schweigenden Povinzen”, gegen die Bemühungen der NPD, bei den bevorstehenden Kommunalwahlen 2008 in die Brandenburger Kommunalparlamente einzuziehen. Wie immer mit Vokü und Musik aus der Konserve!

21:00 Uhr * Kadterschmiede (Rigaer 94 * U-Bhf Frankfurter Tor)

by Administrator at June 27, 2008 02:19 AM

June 26, 2008

Hennigsdorfer Antifa Initiative [HAI]

Demo und Kundgebung gegen den Naziladen ?On The Streets? am 3. Juli in Hennigsdorf

Vielen Menschen ist er bereits ein Begriff ? der ?On the Streets?, Szeneladen von Neonazis mitten in der brandenburgischen Stadt Hennigsdorf. Der Laden wird von dem bundesweit bekannten Neonazi Alexander Gast (der selber Frontmann der Band Spreegeschwader ist) betrieben, verkauft werden hauptsächlich CDs von rechten Bands und Kleidung, z.B. der Marke ?Thor Steinar?. Es gab Razzien, bei denen verbotene CDs beschlagnahmt wurden und es gibt seit Eröffnung des Ladens Protest gegen ihn. Dennoch existiert dieser Laden immer noch. Das liegt unter anderem daran, dass die Eigentümerin des Gebäudes sich weigert den Nazis zu kündigen. Nicht etwa, weil sie selber rechtsradikal ist, sondern weil die Nazis immer pünktlich ihre Miete zahlen. Mehrere Menschen haben bereits versucht ihr klarzumachen, wem sie da die Möglichkeit bietet Propaganda zu verbreiten. Auch wurde ihr Hilfe bei der Kündigung und dem Finden von Nachmietern angeboten, doch all das ist ihr laut eigener Angabe ?zu stressig?.
Diese Ignoranz ist beispielhaft für eine weit verbreitete Einstellung in der Bevölkerung. Nazis sind akzeptierter Teil der Gesellschaft und auf Stadtfesten ebenso präsent wie in Vereinen. Viele HennigsdorferInnen finden das auch völlig normal, da ja ?jedem seine Meinung? gelassen werden solle.

Diesem common sense wollen wir entschieden entgegentreten. So hat sich nun ein Bündnis von BürgerInnen aus Hennigsdorf zusammengetan um sich für die Schließung des ?On the Streets? einzusetzen. Die Beteiligung reicht von Gewerkschaften über Parteien, den Seniorenbeirat, SchülerInnen und viele andere bis zur Antifa. Einmal im Monat findet nun von einer der beteiligten Gruppen organisiert eine Kundgebung vor dem Laden statt.
Natürlich kann man sich fragen, was das alles noch bringen soll, besonders wenn die Eigentümerin so unbelehrbar scheint. Wir haben darauf eine klare Antwort: durch regelmäßige Aktionen in der Stadt kann Ignoranz gebrochen werden ? vielleicht auch bei der Eigentümerin. Vielleicht ist es ihr auch irgendwann zu stressig sich ständig die Proteste anzuhören. Vor allem aber ist es schon ein Schritt nach vorn, dass sich solch ein breites Bündnis gegründet hat. Die Vernetzung von engagierten BürgerInnen ist in dieser Stadt dringend nötig und auch über den Protest gegen den ?On the Streets? hinaus richtig und wichtig.
Deswegen sind wir als örtliche Antifa Veranstalterin der Protestkundgebung im Juli.

Also: kommt zahlreich, seid bunt und laut, setzt eigene Inhalte und bekämpft den ?On the Streets? und alle anderen Neonazis in der Stadt!

Dem völkischen Mob kündigen! Nazi-Lifestyle nicht zur Normalität werden lassen!

by Administrator at June 26, 2008 08:54 PM

Antifaschistische Aktion Bernau

Ausstellung ?Politisches Plakat” kommt ins Dosto

Vom 02. bis 15. Juli ist die Ausstellung “Plakative Anschläge - Die besten politischen Plakate der letzten 15 Jahre” im Jugendtreff Dosto (Breitscheidstr.43c, Kulturhof) von Montag bis Freitag, jeweils von 14 bis 20 Uhr, zu sehen. Aus einer Sammlung von über 1000 politischen Plakten der letzten 15 Jahre, wurde die besten ausgewählt und werden nun vorgestellt.

Die offizielle Eröffung wird mit einer Infoveranstaltung am 02. Juli zum Thema “Grundlagen der Plakatgestaltung” abgerundet. Es wird auch nochmal auf die Ausstellung selbst, sowie auf das Projekt “Politisches Plakat” eingegangen. Einen weitere Infoveranstaltung, innerhalb der Ausstellung, findet am 07. Juli unter dem Titel “Plakatgestaltung und Antisexismus” statt. Beide Veranstaltungen beginnen um 18.30 Uhr im Dosto.

www.politischesplakat.blogsport.de - “Politisches Plakat”
www.ausstellung.de.pn - Sonderseite zur Ausstellung
www.dosto.de - Jugendtreff Dosto (Bernau)

by Administrator at June 26, 2008 06:02 PM

June 19, 2008

Antifa Erkner

Kein Ort für Nazis

Am 21. Juni finden gleich 2 Naziveranstaltungen im Nord-Osten Brandenburgs statt. Die NPD Barnim-Uckermark ruft zu einen Demonstration ab 10 Uhr in Joachismthal (Barnim) auf. Die DVU lädt zu ihrem jährlich stattfindenen ?Sommerfest? nach Finowfurt Ortsteill Schorfheide ein. Da beide Veranstaltungen nur unweit von einander entfernt sind, ist damit zu rechnen, dass viele Nazis den [...]

by Administrator at June 19, 2008 09:01 AM

June 18, 2008

Antifaschistische Aktion Bernau

Kein Ort für Nazis

Aktionen in Joachimsthal und Finowfurt

Am 21. Juni finden gleich 2 Naziveranstaltungen im Nord-Osten Brandenburgs statt. Die NPD Barnim-Uckermark ruft zu einer Demonstration ab 10 Uhr in Joachismthal (Barnim) auf. Die DVU lädt zu ihrem jährlich stattfindenen ?Sommerfest? nach Finowfurt Ortsteil Schorfheide (Barnim) ein. Da beide Veranstaltungen nur unweit von einander entfernt sind, ist damit zu rechnen das viele Nazis den Weg zum Aufmarsch finden.

Aus Protest NPD?

Bei dem Naziaufmarsch handelt es sich um eine Aktion gegen den Sexualstraftäter Werner K., der seit Anfang Juni nach dem Abbruch einer Therapie, wieder bei Verwandten vor Ort wohnt.
Bereits bei seinem ersten Aufenthalt in Joachimsthal hatten Nazis versucht die eigenen ?Landsleute? gegen Werner K. zu mobilisieren. Transparente, die unterschrieben wurden mit ?Freie Kräfte Barnim?, wurden aufgehängt und überregionale bekannte Nazis, wie Christian Banaskiewicz und Gorden Reinholz - Führungsmitglieder der aufgelösten Kameradschaft ?Märkischer Heimatschutz? - reihten sich, mit weiteren Kameraden, bei dem Bürgerprotesten ein.
Nun geht die NPD unter eigener Flagge auf die Straße, um die besorgten Bürger_innen für die bevorstehenden Kommunalwahlen zu gewinnen. Doch egal um welches Thema es sich handelt, sollte eins klar sein: Mit Nazis diskutiert man nicht!

Sommer, Sonne, Antifa

Wie auch in den letzten Jahren, findet das DVU-Sommerfest, rund um die so genannte ?Sonnenwendfeier?, zum nun mehr 9. Mal statt. Im Jahr 2007 haben sich an die 400 Nazis auf dem Gelände von Klaus Mann, Kreischef der DVU für den Bereich Oberhavel, Barnim und Uckermark, versammelt. Neben Musik und Tanz, mit rustikalem Grillbuffett und Erbsensuppe aus der Gulaschkanone, bot die DVU auch Spiel- und Betreuungsmöglichkeiten für die Kleinen an und will sich als ?Partei zum anfassen? zeigen.
In den Jahren vor 2007 fanden die ?Festivitäten? in Seefeld (Barnim) statt, wo Klaus Mann zuvor ein Grundstück besaß. Ohne jeglichen Widerstand konnten sich die Nazis in Ruhe zurückziehen und feiern. Neben dem ?Sommerfest? fanden auch Konzerte mit Neonazibands wie ?Sixil?, ?Legion of Thor? und ?Preußenfront? statt.

Keine Stimme den Nazis

Uns ist bewusst, dass wir die rechtsextremen Veranstaltungen nicht unterbinden können, trotzdem rufen wir euch dazu auf den Nazis zu zeigen was wir von ihnen halten. Kommt deshalb zahlreich und geschlossen zu 10 Uhr nach Joachimsthal. Ihr könnt dazu die ODEG von Berlin-Lichtenberg, über Bernau und Eberswalde, direkt nach Joachimsthal nutzen. Die Verbindung könnt ihr euch unter www.bahn.de raussuchen. Achtet auch auf aktuelle Ankündigungen unter www.antifa-bernau.tk.
Als Anlaufspunkt dient auch die Kirche vor Ort.

Anschließend gibt es eine Kundgebung, ab 15 Uhr, gegen das DVU-Sommerfest in Finowfurt (Ortsteil der Gemeinde Schorfheide) am Erzbergerplatz Ecke Hauptstraße. Ein Shuttle-Bus vom Bahnhof Eberswalde wird eingerichtet. Organisiert wird die Kundgebung von Linksjugend[?solid] und Jusos mit hoffentlich zahlreicher Unterstützung.

Die Aktionen finden im Rahmen der Brandenburger Kampagne ?Keine Stimme den Nazis? statt.

Einen weiteren Text zum Thema gibt es unter: Gegenrede.info

by Administrator at June 18, 2008 11:33 PM

June 17, 2008

Antifaschistische Aktion Bernau

Naziaufmarsch in Joachimsthal (Barnim)

[Gegenrede] Joachimsthal - Seit gestern mobilisiert die NPD Barnim-Uckermark in ihrem sogenannten ?Nationalen Netztagebuch? zu einer Demonstration am 21. Juni 2008 im Brandenburgischen Joachimsthal unter dem Motto ?Sicherheit, Recht und Ordnung - keine Gnade für die Täter?.

Mit Täter ist der 49-jährige Sexualstraftäter Werner K. gemeint, der seit Anfang Juni nach dem Abbruch einer Therapie wieder in Joachimsthal bei Verwandten wohnt. Im sogenannten ?Nationalen Netztagebuch?, das ein Teil der Website des NPD-Kreisesverbandes Barnim-Uckermark ist, wird ein Flugblatt zum Herunterladen angeboten und drei ?You Tube? Gigs zum Thema ?Todesstrafe für Kinderschänder? von rechtsextremen MusikerInnen präsentiert.

Bereits bei seinem ersten Aufenthalt in Joachimsthal hatte die NPD vergeblich versucht, die eigenen Truppen gegen Werner K. zu mobilisieren. Ein Spruchband mit der rechtsradikalen Kampagnen-Parole ?Todesstrafe für Kinderschänder? wurde aufgehängt. Im sogenannten ?Nationalen Netztagebuch wurde gehetzt: ?Also ?. deutsche Männer?aufgepasst!!! Gebt auf eure Frauen und Kinder acht!!! Sollte jemand den Typen zu fassen bekommen dann wisst ihr ja was zu tun ist!!! Viel Erfolg dabei!!!? Der Joachimsthaler Christian Banaskiewicz, Führungsmitglied des inzwischen aufgelösten ?Märkischen Heimatschutzes?, war mit einigen Kameraden präsent.

Zur Vorgeschichte

Der 49-Jährige Werner K. war Anfang April aus der Haft entlassen worden, nachdem der Bundesgerichtshof eine vom Landgericht Neuruppin verhängte nachträgliche Sicherungsverwahrung aufhob. Er war nach der Haftentlassung zunächst nach Potsdam-Satzkorn und dann zu Verwandten nach Joachimsthal (Barnim) gezogen. Dort wurde er von Beamten des Schutzbereiches bewacht, denn er gilt weiterhin als gefährlich.

Die Bevölkerung reagierte mit Angst. Kinder durften nur noch in Begleitung auf die Straße, Spruchbänder wurden bemalt, eine Bürgerinitiative gründete sich, alle wollten nur eins: Dass K. die Stadt wieder verlässt. Dieser willigte schließlich ein, sich freiwillig in eine Therapie zu begeben.

Werner K. wurde in eine entsprechende Einrichtung eines freien Trägers außerhalb Brandenburgs vermittelt. Über den Ort wurde Stillschweigen vereinbart, um dort keine ähnliche Stimmung wie in Joachimsthal aufkommen zu lassen. Trotzdem musste etwas durchgesickert sein. Die Einrichtung hatte plötzlich empörte Nachfragen erhalten und sich entschlossen, Werner K. wieder wegzuschicken. Nun sucht man im Justizministerium nach einer neuen Therapieeinrichtung für Werner K.

Werner K. hat nachweislich sechs Frauen vergewaltigt und soll mindestens drei junge Mädchen sexuell missbraucht haben. Seit seinem 17. Lebensjahr saß er 22 Jahre im Gefängnis. Gutachter halten ihn für gefährlich und gehen davon aus, dass er mit hoher Wahrscheinlichkeit rückfällig wird.

Quelle: Gegenrede.info

by Administrator at June 17, 2008 10:37 AM

Antifa Erkner

Schönbohm beim Studienzentrum Weikersheim

Bei der Antifa Main-Tauber haben wir einen Artikel über den Jahreskongress des neurechten “Studienzentrum Weikersheim (SZW)” gefunden. Interessant sind hierbei speziell die Auslassungen des Vizepräsidenten des SZW und unser aller Lieblings-Innenministers von Brandenburg, Jörg Schönbohm, über “Neger”, political correctness und die flügellahme CDU. Hier gehts zum Artikel –>

by Administrator at June 17, 2008 10:33 AM

Gruppe ISKRA FF/O

Veranstaltungshinweis 25.6.08, 19:00 Uhr

(iskra) Vor gut einem Jahr gründete sich in Frankfurt (Oder) eine Initiative, die sich zum Ziel gesetzt hat, etwas gegen den alltäglichen Rassismus in unserer Stadt zu tun. Seien es die schlechten Lebensverhältnisse von Flüchtlingen im Heim, seien es verbale oder tätliche Angriffe durch Neonazis oder behördliche Diskriminierung.
Es entstand eine Videodokumentation, bei der Asylbewerber_innen aus Frankfurt(Oder) sowie weitere Bürger_innen der Stadt und ein Anwalt zu Wort kommen. Ziel dieses Films ist es, aufzuklären über rassistische Zustände mitten in unserer Gesellschaft und zu animieren, sich gegen diese Zustände einzusetzen. Bei der Veröffentlichungveranstaltung wird nicht nur die Dokumentation erstmalig öffentlich vorgeführt, sondern im Anschluss wird es auch eine Diskussion zur Thematik geben, an der rege Beteiligung gewünscht ist.

Hiermit laden wir Sie/euch recht herzlich zu dieser Veranstaltung am Mittwoch, den 25. Juni 2008, um 19:00 Uhr in Hörsaal 02 der Europa- Universität Viadrina, Gräfin- Dönhoff- Gebäude ein. Auch bitten wir um die Weiterleitung dieser Einladung an mögliche Interessierte.

Falls Sie/ihr verhindert sein sollten/solltet, kann eine DVD über “progress-ffo@web.de” gern kostenlos bestellt werden.
Auf der Website www.global-progress.org kann der Film online angeschaut oder auch heruntergeladen werden.

Mit freundlichen Grüßen - Gruppe Progress

by iskra at June 17, 2008 10:05 AM

June 15, 2008

Antifa Erkner

Brandenburg Aktuell über NPD-Verteilaktion vor Schule in Erkner

by Administrator at June 15, 2008 06:25 PM

June 14, 2008

Hennigsdorfer Antifa Initiative [HAI]

Alternativer Jugendclub in Bad Freienwalde abgebrannt

Der alternative Jugendklub “Maquis” in Bad Freienwalde ist in der Nacht von Donnerstag auf Freitag fast komplett niedergebrannt. Das wurde heute aus dem Umfeld der Einrichtung mitgeteilt. Der entstandene Sachschaden belaufe sich nach ersten Schätzungen auf mehrere tausend Euro. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung. Zur genauen Brandursache kann derzeit jedoch noch nichts gesagt werden, war zu hören. Allerdings gab es zuvor massive Drohungen gegen das “Maquis” aus der Neonaziszene.

Der Klub wurde vom Verein “Bad Freienwalder Alternative” (BFA) betrieben. Vor allem für Partys und als Bandproberaum wurde die Baracke, gelegen am Polderdamm, genutzt. Aus verschiedenen Gründen hatte sich der Verein kürzlich selbst aufgelöst und wollte demnächst auch die vom privaten Besitzer gemieteten Räume aufgeben.

Ein Faktor, der bei der Auflösung des Vereins eine nicht unerhebliche Rolle spielte, waren die ständigen Attacken aus der rechtsextremen Szene. Unter anderem hatten in den letzten Monaten Neonazis versucht, sich zu einer Party im Klub Eintritt zu verschaffen. Auch wurden insgesamt sieben Fensterscheiben eingeworfen - die TäterInnen stammen aus der rechten Szene, vermuten die Klubleute. Zudem hatten Ende Dezember sieben Neonazis den Klub aufgesucht und versuchten ein regelrechtes Verhör mit den Anwesenden durchzuführen. Dies berichtet eine Antifagruppe aus Bad Freienwalde. Wie erst jetzt aus dem Umfeld des “Maquis” bekannt wurde, soll dabei auch gedroht worden sein: “Haltet mal lieber die Beine still, die Baracke hier brennt bestimmt ziemlich gut”. Unter den Neonazis befanden sich laut Antifabericht auch Gordon Reinholz und Christian Banaskiewicz, ehemalige Aktivisten der Neonazikameradschaft “Märkischer Heimatschutz”.

Zuletzt war der Klub zwei Tage vor dem Brand für eine Bandprobe genutzt worden. Dieser zeitliche Abstand lässt einen Brand durch selbst verschuldete Fahrlässigkeit als unwahrscheinlich erscheinen.

Quelle: http://www.inforiot.de

by Administrator at June 14, 2008 06:10 PM

June 13, 2008

Antifaschistische Aktion Bernau

Alternativer Jugendklub in Bad Freienwalde abgebrannt

[INFORIOT] Der alternative Jugendklub “Maquis” in Bad Freienwalde ist in der Nacht von Donnerstag auf Freitag fast komplett niedergebrannt. Das wurde heute aus dem Umfeld der Einrichtung mitgeteilt. Der entstandene Sachschaden belaufe sich nach ersten Schätzungen auf mehrere tausend Euro. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung. Zur genauen Brandursache kann derzeit jedoch noch nichts gesagt werden, war zu hören. Allerdings gab es zuvor massive Drohungen gegen das “Maquis” aus der Neonaziszene.

Der Klub wurde vom Verein “Bad Freienwalder Alternative” (BFA) betrieben. Vor allem für Partys und als Bandproberaum wurde die Baracke, gelegen am Polderdamm, genutzt. Aus verschiedenen Gründen hatte sich der Verein kürzlich selbst aufgelöst und wollte demnächst auch die vom privaten Besitzer gemieteten Räume aufgeben.

Ein Faktor, der bei der Auflösung des Vereins eine nicht unerhebliche Rolle spielte, waren die ständigen Attacken aus der rechtsextremen Szene. Unter anderem hatten in den letzten Monaten Neonazis versucht, sich zu einer Party im Klub Eintritt zu verschaffen. Auch wurden insgesamt sieben Fensterscheiben eingeworfen - die TäterInnen stammen aus der rechten Szene, vermuten die Klubleute. Zudem hatten Ende Dezember sieben Neonazis den Klub aufgesucht und versuchten ein regelrechtes Verhör mit den Anwesenden durchzuführen. Dies berichtet eine Antifagruppe aus Bad Freienwalde. Wie erst jetzt aus dem Umfeld des “Maquis” bekannt wurde, soll dabei auch gedroht worden sein: “Haltet mal lieber die Beine still, die Baracke hier brennt bestimmt ziemlich gut”. Unter den Neonazis befanden sich laut Antifabericht auch Gordon Reinholz und Christian Banaskiewicz, ehemalige Aktivisten der Neonazikameradschaft “Märkischer Heimatschutz”.

Zuletzt war der Klub zwei Tage vor dem Brand für eine Bandprobe genutzt worden. Dieser zeitliche Abstand lässt einen Brand durch selbst verschuldete Fahrlässigkeit als unwahrscheinlich erscheinen.

Quelle: Inforiot

Einen weiteren Artikel mit Bildern, gibt es von der Antifa Bad Freienwalde.

by Administrator at June 13, 2008 04:35 PM

June 12, 2008

Gruppe ISKRA FF/O

Stolpersteine für Frankfurt (Oder)

MargareteB(iskra) Eine besondere Form der Gedenkkultur an die Opfer des Nationalsozialismus ist die Verlegung sogenannter Stolpersteine. Dabei handelt es sich um Gedenktafeln, die in den Gehweg vor ehemaligen Wohnorten der Ermordeten eingelassen werden. Das Projekt ist von dem Künstler Gunter Demnig initialisiert. In bereits über 300 Orten in Deutschland sowie in Österreich, Ungarn und in den Niederlanden wurden seit 1992 Stolpersteine verlegt. In Frankfurt befinden sich bereits 14 solcher Steine, weitere folgen im September diesen Jahres.
Auf den Gedenktafeln befindet sich neben Name und Geburtstag auch das Todesdatum, falls dieses zu ermitteln war. Denn oft gibt es nur vage Hinweise auf das genaue Schicksal der Menschen. Fest steht nur, dass sie nicht überlebt haben.

So ist es auch bei Margarete (geb. 1900) und Max (geb. 1889) Berlowitz. Beide wohnten zusammen mit Margaretes Mutter Frida Rau (geb. 1874 mit Namen Lemchen), in der Bergstraße 17 (heute ebenfalls Bergstraße 17). Sie besaßen in Frankfurt (Oder) in der Schmiedegasse 10/11 (heute befindet sich in diesem Bereich die Lenné- Passage) das erste Reformhaus. 1924 kam ihr erster Sohn Eugen zur Welt, 1927 folgte Julius. Beide Söhne emigrierten als Jugendliche aus Deutschland, Eugen nach Schweden und Julius über Italien nach Palästina. Ersterer verstarb 1992; Julius lebt heute in Tel Aviv, Israel.

Über den Verbleib von Maragrete und Max Berlowitz sowie Frida Rau ist nur bekannt, dass sie 1942 in das Generalgouvernement (heute Polen) deportiert wurden. Sie wurden wegen ihrer jüdischen Herkunft verfolgt und umgebracht. Die Erinnerung an sie wachzuhalten, ist das Ziel des Projekts Stolpersteine. “Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist.” (Gunter Demnig)

Die Iskra übernimmt die Patenschaft für den Stolperstein von Margarete Berlowitz.

Weitere Informationen über das Projekt Stolpersteine sind hier zu finden, über Stolpersteine in Frankfurt (Oder) hier.

by iskra at June 12, 2008 09:38 AM

June 10, 2008

Antifaschistische Aktion Bernau

DVU-Sommerfest in der Schorfheide

Wie auch in den letzten Jahren findet das DVU-Sommerfest, rund um die sogenannte “Sonnenwendefeier”, zum nun mehr 9. Mal statt. 2007 haben sich an die 400 Nazis auf dem Gelände von Klaus Mann, Kreischef der DVU für den Bereich Oberhavel, Barnim und Uckermark, versammelt. Im folgenden dokumentieren wir einen Text der bei Inforiot gepostet wurde.

Die DVU Brandenburg führt am 21.6.2008 auf dem Gelände In den Sandstücken 23, in 16244 Schorfheide das diesjährige Sommerfest durch. Die angebotenen Aktivitäten sollen offensichtlich auch Familien die Teilnahme ermöglichen. Neben einer kostenlosen Zeltmöglichkeit auf dem Geländen werden außerdem einige Hotels in der näheren Umgebung empfohlen.

Wir haben die Hotels darauf hingewiesen, dass eventuell BesucherInnen der Veranstaltung sich zur Übernachtung anmelden könnten. Da nicht allen DVU-Gästen die Übernachtung ähnlich spektakulär verweigert werden kann, wie seinerzeit in Dresden, haben wir die Hoteliers dazu ermuntert, weitere Möglichkeiten zu nutzen, um den Neonazis eine Übernachtung unangenehm zu gestalten.

Bereits in der Vergangenheit hat die DVU Veranstaltungen im Vorfeld der Kommunalwahlen in Lauchhammer (1.6. im “Deutschen Haus”) und in Groß Kreutz (Potsdam-Mittelmark am 8.6. im “Steakhaus Zur Post”) durchgeführt. Die DVU wird meist unterschätzt und ihr Abschneiden in Konkurrenz zur NPD bleibt abzuwarten, aber immerhin hat sie bereits einmal erfolgreich den Wiedereinzug in den Landtag geschafft. Das Sommerfest soll laut DVU eine Gelegenheit sein, “die DVU als eine Partei ´zum Anfassen” kennen” zu lernen.

Quelle: Brandenburger Antifas

by Administrator at June 10, 2008 08:44 PM

June 09, 2008

Gruppe ISKRA FF/O

?Sport frei!? & ?Sieg Heil? - Schauriges über deutschen Fußballjubel

(NY) Nach dem Gruppenspiel der Fußball-EM zwischen Polen und Deutschland wurde eindrucksvoll das öffentlich zur Schau gestellt, was aufmerksamen Kritiker_innen schön längst bekannt war: Die Fußball-EM ist mehr als Sport und wird von einem Teil der deutschen Fans als Kampf unter Nationen verstanden. Dass dieser Nationalismus offen ausgetragen wird, zeigen nicht nur die Hooligan-Aktivitäten im österreichischen Klagenfurt, sondern auch Krawalle im überschaubaren Frankfurt (Oder), in jener Grenzstadt, wo es zwischen Deutschen und Polen richtig kracht, wenn es um das gegenseitige Kräftemessen geht.

Deutschlandfahnen überall, nicht nur an Autos...Wenn Deutschland kickt, dann sind alle beisammen. In Deutschland kann man zu Zeiten eines internationalen Fußballwettbewerbs das entdecken, was ein Großteil der Deutschen vermisst: Ein enges Verhältnis zur eigenen Nation, das Gefühl, nach Auschwitz endlich wieder Stolz sein zu dürfen. Umso angenehmer, wenn sich die angestaute Deutschtümelei im Kontext des Fußballwettbewerbs lösen darf, wenn sich Deutsche mit ihren deutschen Symbolen eindecken können, wenn sie die Nationalhymne als Fangesang singen können, ganz popig, locker und unverkrampft eben. Der eine Teil der Fans meint dann, Fußball sei keine Politik, der andere Teil sagt ganz unverhohlen, Deutschland hätte ja sowieso aus der Geschichte gelernt (die Umsetzung des Morgenthau-Plans wird damit aber nicht gemeint sein) und letzten Endes jubeln dann sowieso alle zusammen, egal ob politisch oder nicht. Dabei hat auch der gemeine Deutschlandfan eine Affinität zum Charakter des Nationalismus, ob er nun will oder nicht. Bei Spielen ist der Abgrenzungsprozess genauso vorhanden, wie er im Konstrukt Nation zu finden ist. Natürlich können Deutsche und Polen friedlich feiern, wer aber für wen jubelt, ist den Menschen im wahrsten Sinne des Wortes schon ins Gesicht geschrieben. Die eigene Identität wird aufgehoben, um in der Masse, im Kollektiv, die Erlösung beim gemeinsamen Torjubel zu finden. Egal ob deutsche Nation oder deutsche Fußballmannschaft, die Normalisierung des Verhältnisses zu ihnen bedeutet die Einforderung der Identifikation des Einzelnen mit der Masse. Um es auf den Punkt zu bringen: ?Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur Deutsche? ist nicht nur ein passendes Zitat von Wilhelm II., um die Deutschen für den 1. Weltkrieg einzuschwören, sondern könnte im übertragenen Sinne genauso von einem deutschen Fußballfan kommen, um die Gemeinschaft aller im Stadion gegen den Gegner zu propagieren, denn ?Auf dem Weg ins Stadion können alle politischen Bedenken und Ängste getrost zu Hause gelassen werden und es wundert niemanden, wenn der Fanblock in einem Meer von Deutschlandfahnen versinkt. […] Denn im Stadion feiern Bundeskanzlerin und das restliche ‘Volk’ gemeinschaftlich ihr Team.?, so in einem Text der Kampagne ?Vorrundenaus? aus dem Jahr 2006.

Deutsche GewaltDass es dann auch zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommt, bedarf keiner weiteren Erklärung. Die Identifikation mit dem Fußballteam wird auf die Straße und auf das politische Handeln übertragen. Zur Identifikation gehört die Ablehnung ?der Anderen? dazu, wie das Amen zur Kirche. Nazis schlagen zu, wenn Deutsche nicht für Deutschland jubeln oder suchen wie in Klagenfurt oder Frankfurt (Oder) die Auseinandersetzung mit gegnerischen, in diesem Fall polnischen Fans.
Damit sind zwar nicht alle deutschen Fußballfans gleich Nazis, aber von ihrem Aussehen und ihren Sprechgesängen sind sie im allerseltesten Fall zu unterscheiden. Der gemeine Fußballfan steht genauso im Schwarz-Rot-Goldenen-Jubelmob wie der Nazi und er brüllt im gleichen Moment mit ihm zusammen in voller Inbrunst das ?Deutschland! Deutschland!? heraus. Und damit ist die Toleranz da und die pogromartige Stimmung gegen alles Nicht-Deutsche geschaffen. Das hat bereits die Recherche-Gruppe Frankfurt (Oder) zur Fußball-WM eindrucksvoll dokumentiert:

?Im Rahmen der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer 2006 in Deutschland kam es erneut zu mehreren Angriffen und schließlich am 30. Juni zu heftigen Krawallen in der Frankfurter Innenstadt, an denen sich FCV-Ultras beteiligten. Bereits kurz nach dem Viertelfinalspiel Deutschland-Argentinien griffen mehrere FCVler gegenüber der Kneipe ‘Hemingways’ in der Logenstraße einen Fan des Argentinischen Teams an. Kurz vor 21.00 Uhr attackierten zahlreiche Deutschland-Fans Polizisten mit Feuerwerkskörpern und Flaschen in der Nähe der Kneipe ‘Movie’. Erst um 23.00 Uhr beruhigte sich die Lage. Im Rahmen eines Interviews räumte ein Polizeisprecher im Oktober in der Märkischen Oderzeitung ein, dass die Anhänger von Viktoria ‘bei der WM in Frankfurt auch durch Randale und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen aufgefallen sind’. Nach der Halbfinalbegegnung gegen Italien kam es erneut zu Angriffen. Auf der Karl-Marx-Straße wurde ein PKW mit einer italienischen Flagge attackiert und beschädigt. Aus einer Gruppe von ca. 20 Personen waren die Parolen ‘Straße frei der deutschen Jugend’, ‘Arbeit macht frei ? Babelsberg 03′ und ‘Deutschland erwache’ zu hören.?

FCV-Ultras sind Bestandteil der rechtsextremen Szene in Frankfurt (Oder)Unter FCV-Ultras sind rechtsextreme Fußballfans des FFC Viktoria Frankfurt (Oder) gemeint. Sie treten schon seit Jahren in der Stadt auf und sind bekannt für ihre rechtsextremen Umtriebe, sind sie doch fest verankert in der lokalen rechtsextremen Szene. So stellt die Recherche-Gruppe auch fest, dass Anhänger der FCV-Ultras an der Schändung des Gedenksteins der ehemaligen Synagoge am 9. November 2006 beteiligt waren: ?Am Vortag hatten zeitweise bis zu 40 lokale Neonazis die Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Novemberpogrome im Jahr 1938 belagert und später am Mahnmal für die niedergebrannte Synagoge Kerzen und niedergelegte Kränze zerstört.?
Laut Berichten des Rundfunk Berlin-Brandenburg waren auch Anhänger der FCV-Nazi-Hools bei den gestrigen Krawallen auf der Stadtbrücke dabei. Auf der Jagd nach polnischen Fans waren Nazisprechchöre nicht zu überhören, Hitlergrüße wurden in die Kamera gestreckt. ?Sieben Deutsche, die sich weigerten, den Ort zu verlassen, seien über Nacht in Gewahrsam genommen worden.?, berichtet Der Tagesspiegel.

Sollte Deutschland nicht in der Vorrunde ausscheiden, dürfte dies nur ein Vorgeschmack auf weitere deutsche Übergriffe sein. Das Gerede vom friedlichen Fußballfest ist eine Farce. Die gewalttätigen Täter_innen sind keine Randerscheinung, sondern inmitten der deutschen Fußballfans verankert. Die Angriffe auf Andere sind dem Deutschlandgefeiere immanent. Denn wenn wie 2006 zur Fußball-WM oder nun 2008 Sprechchöre wie das ?Deutschland erwache? zum Repertoire der Fußballfans gehören, dann wird die aggressive, nationalistische und antisemitische Bedeutung des Wettkampfes für einen Teil der Deutschen deutlich, welche vom anderen Teil der Deutschen durch Kleidungscode und gemeinsames Jubeln stillschweigend toleriert wird. Das ?Deutschland erwache? ist hierbei nur die eine Hälfte der gebrüllten Politik, wie Max Heilgemayr schon 1931 für den Verein zur Abwehr des Antisemitismus analysierte:

?Denn die Aufforderung ‘Deutschland erwache’ ist ja nur der halbe Kriegsruf, nur der Vordersatz. Komplett wird die Parole erst durch den Nachsatz ‘Juda verrecke!’. Und dieser Nachsatz ist für die primitiven Köpfe, aus denen sich die Partei Adolf Hitlers zu mindestens neun Zehnteln rekrutiert, der plastischere. Dass Deutschland erwachen soll, das klingt ja recht nett, aber doch etwas abstrakt. Man kann sich alles und nichts darunter vorstellen. Aber dass die Juden verrecken sollen, das ist eine Forderung, deren Inhalt und Wirkung auch dem größten Dummkopf plausibel gemacht werden kann, und dies um so leichter, je mehr zu der Dummheit noch der Anreiz tritt, die rohesten Instinkte austoben lassen zu dürfen und dadurch obendrein noch ein gutes nationales Werk zu tun. Denn in seiner Verbindung ‘Deutschland erwache, Juda verrecke!’ bedeutet der Kampfruf der NSDAP ja doch, dass das Verrecken der Juden die unerläßliche Voraussetzung für das Erwachen, für den nationalen Wiederaufstieg Deutschlands bilde.?

Deutschlandfahnen gehören da hin, wo sie hingehören, ins Klo.Die antisemitische Tradition der Deutschtümelei darf nicht verdrängt werden. Es kann und darf daher keinen Jubel für das deutsche Fußballteam geben, Deutschlandfahne bleibt Deutschlandfahne, Nationalhymne bleibt Nationalhymne. Es gibt keinen unpolitischen Jubel mit nationalen Symbolen und es gibt keinen unpolitischen Jubel zusammen mit Antisemit_innen und Nationalist_innen. ?Wer schweigt, stimmt zu.?, heißt es ganz richtig. Um ein ?Wer jubelt, stimmt erst recht zu.?, muss dieser Satz beim Fußball ergänzt werden. Unpolitische Fußballfans sind Mittäter_innen.

Und was soll man nun mit den gewalttätigen Fußballfans machen? Aufklärung ist leicht daher gesagt, denn im Mob, beim gemeinsamen Jubel und Getöse, in der Masse, im Kollektiv, in der Verschmelzung des Einzelnen im Gesamten wird es Niemanden geben, der in einer aggressiven Atmosphäre auf den Pöbel einreden kann. Kommt es zum Extremfall wie auf der Oderbrücke in Frankfurt (Oder), muss deutlich gemacht werden, dass die Gewalt, die sie anderen Menschen androhen auch zuweilen gegen sie Verwendung finden kann. Oder um in den Worten Adornos zu enden: ?Wo sie sich ernsthaft vorwagen bei antisemitischen Manifestationen, müssen die wirklich zur Verfügung stehenden Machtmittel ohne Sentimentalität angewandt werden, gar nicht aus Strafbedürfnis oder um sich an diesen Menschen zu rächen, sondern um ihnen zu zeigen, dass das einzige, was ihnen imponiert, nämlich wirklich gesellschaftliche Autorität, einstweilen denn doch gegen sie steht.?

by iskra at June 09, 2008 11:27 PM

June 06, 2008

AK Antifa Potsdam

7.Juni 2008

Für den 7.Juni 2008 haben Neonazis in Genthin eine Demonstration unter dem Motto ?Nationale Zentren erkämpfen - Polizeistaat abschalten? angemeldet. Veranstalter dieses Aufmarsches sind die Jungen Nationaldemokraten (JN) Sachsen-Anhalt. Diese wollen sich um 13:00 Uhr vor dem Bahnhof in Genthin treffen. Dem gilt es zu verhindern! [weiterlesen...]

Kundgebung (Anlaufpunkt für AntifaschistInnen)
Samstag / 11:00 Uhr / Marktplatz Genthin



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June 06, 2008 03:02 AM

Erika Steinbach übers Maul fahren

Die Universität Potsdam hat sich Erika Steinbach, die Vorsitzende des
"Bundes der Vertriebenen" (BdV), zu einer Vorlesungsreihe eingeladen, die
sich der Geschichte der Deutschen in Ostmitteleuropa widmet. Dass
diese Vorlesungsreihe kein wissenschaftliches, sondern ein rein
propagandistisches Unternehmen wird, dafür bürgt die Person der
Vortragenden.
[weiterlesen...]

June 06, 2008 03:02 AM

June 01, 2008

Antifaschistische Aktion Bernau

Aktionstag der Kampagne “Keine Stimme den Nazis”

[Inforiot] Im Rahmen der Brandenburger “Keine Stimme den Nazis” Kampagne und dem damit verbundeten 1. Aktionstag, zogen mehrere Antifaschist_innen, am 31. Mai, durch die Städte Bad Freienwalde (Landkreis Markisch Oderland) und Biesenthal (Landkreis Barnim), um auf die Kampagne aufmerksam zu machen.

Großflächig wurde mit Flyern und Stickern klar gemacht, dass Nazis auch in diesen Städten mit Widerstand zu rechnen haben.

Besonders Biesenthal ist kein unbeschriebenes Pflaster. Erst vor kurzem wurde bekannt, dass die NPD sich dort niederlassen will um das ehemaligen Asylbewerberheim als Schulungsheim zu nutzen. (Weitere Infos hier.) Außerdem wohnen Mike Sandow, Vorsitzender der NPD- Barnim-Uckermark, sowie weitere NPD-Mitglieder, in der Stadt.

Auch in Bad Freienwalde ist ein Anstieg der Nazi-Szene zu verzeichnen. Nicht zuletzt durch die neu gegründete “Kameradschaft Märkisch Oder Barnim”. Einen Überblick der
Aktivitäten findet ihr hier.

Das Ziel der Kampagne ist es, den Nazis im Rahmen der Kommunalwahlen einen dicken Strich durch die Rechnung zu machen. Auch im Alltag, im Jugendklub oder Verein, wie auch auf der Straße soll ein klares Zeichen gegen Rassismus, Antisemitismus und völkischen Größenwahn gesetzt werden.

Mehr Informationen zur Kampagne
www.keine-stimme-den-nazis.de

Die passenden Bilder zur Aktion findet ihr bei Inforiot.

by Administrator at June 01, 2008 06:02 PM

May 27, 2008

Antifaschistische Aktion Bernau

Gottesdienst gegen NPD-Schulungszentrum

Biesenthaler Bürger_innen stellen sich gegen Nazis

[Inforiot] Am vergangenen Sonntag stand in großen Lettern ?Wir sagen NEIN zur NPD? auf einem Banner an der evangelischen Kirche im Zentrum der Stadt Biesenthal ? einige Kilometer nord-östlich von Berlin im Landkreis Barnim. Viele Menschen strömten zu Fuß, per Auto oder Fahrrad in Richtung Kirche. Bürger_innen verschiedener Vereine und Schulen über Initiativen bis hin zu Stadtverordneten, Kreis-, Land-, und Bundestagsabgeordneten waren vor Ort.

Bis vor die Kirchentür standen dann auch die Bewohner_innen Biesenthals und Umgebung sowie Interessierte und Journalist_innen, um wenigstens einen Teil dessen zu hören, was Pfarrer Brust, Bürgermeister André Stahl (DIE LINKE.) oder andere engagierte Bürger_innen, wie Dieter Gadischke vom Bernauer Netzwerk für Toleranz, zu sagen hatten. Man könnte meinen, die ganze Stadt versammelte sich an diesem Abend um ein Zeichen gegen die NPD und ihre Politik zu setzen. Inwiefern allerdings ein Gottesdienst hilfreich sein kann, Rassismus und Antisemitismus innerhalb der Gesellschaft zu begegnen, ließ sich vorerst nicht erschließen.

Der Hintergrund:

In der vergangen Woche wurde bekannt, dass sich die NPD in Biesenthal einmieten wolle, um dort ein Schulungszentrum zu errichten. Bereits im August des letzten Jahres hieß es, die NPD habe Interesse an einem Objekt, welches bis dahin als so genanntes Asylbewerberheim genutzt wurde. Der Mietvertrag des Heimes lief im März diesen Jahres aus und der Besitzer weigerte sich den Vertrag zu verlängern.

Viele Zeitungen berichteten nun, dass die NPD noch im Mai mit ersten Veranstaltungen anfangen wolle. Der Tagesspiegel, hatte dies aus so genannten Sicherheitskreisen vernommen. Dort heißt es weiter: ?In Biesenthal habe die Partei offenbar genau die Immobilie entdeckt, die sie gesucht hatte?.

Auch der Verfassungsschutz bestätigt dies. Nur der Besitzer bestreitet gegenüber Stadt und Presse einen Mietvertrag mit der NPD zu haben. Biesenthals Bürgermeister André Stahl kündigte an: “Wir werden eine NPD-Einrichtung verhindern und dabei alle Möglichkeiten des Ordnungs- und Verwaltungsrechtes ausschöpfen.? Und so folgte am vergangenen Freitag auch der Versuch auf dem Fuße: Der Landkreis Barnim hat eine Verfügung gegen eine mögliche Ansiedlung der NPD in Biesenthal erlassen. Demnach wird dem Eigentümer untersagt, dass Gelände für einen Pensionsbetrieb zu nutzen.

?Kein Platz im System? für die NPD

Auch die von Margitta Mächtig (MdL, DIE LINKE.) geforderte ?massive öffentliche Gegenwehr” ist nach Sonntag vorstellbar geworden: 500 bis 600 Menschen folgten dem Aufruf des Bündnisses gegen Rechts , dass sich aus aktuellem Anlass gründete, und gingen zu dem Gottesdienst. Mit den Worten ?Kein NPD-Schulungszentrum in Biesenthal oder anderswo? begrüßte der Pfarrer der evangelischen Kirchgemeinde Christoph Brust die Besucher_innen. Schüler_innen der örtlichen Grundschule hielten Zettel mit Aufschriften wie ?Bunt statt Braun? in die Höhe.

Während man über Biesenthals Geschichte im Nationalsozialismus und die Vergangenheit des Asylbewerberheimes berichtete, wurden Unterschriftenlisten durch die Reihen gereicht. Durch die Unterschriften solle Biesenthal zum ?Ort der Vielfalt? werden. Wie durch eine Unterschriftensammlung sich Biesenthal zum ?Ort der Vielfalt? transformieren will, blieb zwar leider genauso unerklärt wie der sinnfreie Ausruf: ?Für Rechtsextremisten wie die NPD ist in diesem System kein Platz!? Aber das schien bei der Selbstbeweihräucherung hier nicht so wichtig zu sein. Rassismus und Antisemitismus als gesellschaftliche Randphänomene zu betrachten, hat in Biesenthal wahrscheinlich immer noch Konjunktur.

Sie sind schon längst da

Wenn man den Schritt aus der Kirche nun herauswagt, zeigt sich leider wie viel Platz in diesem System oder dieser Stadt dann doch ist. Dort - einige Meter entfernt auf dem Marktplatz - sitzen und stehen viele Menschen. Teilweise die Dorfjugend, teilweise die örtlichen Neonazis ? das Bild verschwimmt.

Auf die Kirche starrt ein Mann, mit einem rechten ?Heldengedenken? T-Shirt. Ein Polizist läuft vorbei und schüttelt ihm freundlich die Hand. Daneben, unmittelbar vor der Kirche parkt ein alter Opel-Corsa, auf dessen Frontscheibe steht ?Todesstrafe für Kinderschänder? - eine beliebte Parole unter Neonazis. Und ein Stück weiter, sieht man bekannte Mitglieder der NPD Barnim-Uckermark mit ihren Kindern Eis essen, die kurz vorher noch in den Reihen der Anti-NPD-Veranstaltung saßen ? von vielen unbemerkt. Doch wenn selbst NPD´ler und deren Kinder bei der ?Zigeuner-Musik? und Gebeten gegen ?braune Einfalt? klatschten, dann wundert es eine_n schon wie die Bürger_innen sich diesbezüglich äußern. ?So haben sie selber gesehen, dass sie bei uns keine Chance haben, sich breit zu machen?, hieß es von einigen Anwesenden.

Einen Pressespiegel zu den Ereignissen findet ihr Hier

by Administrator at May 27, 2008 06:32 PM

May 25, 2008

Antifaschistische Aktion Bernau

150 Menschen bei Demo in Buch (Berlin)

?Niemand ist vergessen!? hieß das Motto der heute, am 25. Mai 2008, stattfindenden Demonstration im unweit von Bernau entfernten Berlin-Buch. Hintergrund war der vor 8 Jahren von Neonazis ermordete Dieter Eich. Dieser wurde erst in seiner Wohnung verprügelt und später mit einem gezielten Stich ins Herz hingerichtet.

150 Antifaschist_innen beteiligten sich an der Demo, die durch die Plattenbausiedlung im Nord-Osten Berlins lief. Neben dem Mord, wurde auch die immer wieder stattfindenden Übergriffe und Propagandadelikte von seitens der Nazis thematisiert.

Vor der ehemaligen Wohnung von Dieter Eich wurde eine längere Zwischenkundgebung abgehalten. Verschiedene Redebeiträge und eine Chronik rechter Übergriffe im Bezirk, wurden verlesen. Im Anschluss wurde ein Blumengesteck vor dem Hausaufgang niedergelegt. Als krönenden Abschluss gab der Hip Hopper Damion Davis, der selbst 17 Jahre in Buch lebte, 3 Songs zum besten.

Nach Beendigung der Kundgebung ging es zurück zum Bahnhof, wo die Demo nach einer Abschlusskundgebung beendet wurde.

Im folgenden ein paar Bilder von uns:
(Zum vergrößern rauf klicken)

Den Aufruf zur Demo gibt es hier.

by Administrator at May 25, 2008 09:07 PM

May 22, 2008

Antifaschistische Aktion Bernau

NPD-Schulungszentrum in Biesenthal? (Stand: 08. Juli)

Immer wieder liest man es in der Zeitung. “NPD plant Schulungszentrum”, NPD hat Grundstück erworben”, etc. Zuletzt gab es solch eine Vermutung Anfang Mai in Rheinsberg. Nun ist heißt es, dass die rechtsextreme Partei ein Anwesen mit 3 Gebäuden in Biesenthal, was etwa 10 Kilometer von Bernau entfernt liegt, gemietet hat. Schon letztes Jahr im August hieß es, dass die NPD Interesse an dem Biesenthaler Asylbewerberheim hat. Der Biesenthaler Bürgermeister André Stahl (Die Linke) hat Widerstand angekündigt. “Wir werden juristisch und baurechtlich alles tun, um ihnen das Leben in Biesenthal so schwer wie möglich zu machen.”

Im folgendem geben wir einen Überblick der Presseberichte.

“Nazi-Aktivitäten in Bernau und Biesenthal”
08. Juli 2008 - Rosen auf den Weg getreut

“Neonazis halten ihre Brandenburger Gegner in Atem”
22. Juni 2008 - Berliner Morgenpost

“NPD nistet sich in Biesenthal ein”
13. Juni 2008 - Tagesspiegel

“NPD und DVU teilen sich Wahlgebiete”
13. Juni 2008 - MOZ

“Keine Stimme den Nazis”
02. Juni 2008 - Inforiot

“Gottesdienst gegen NPD-Schulungszentrum”
28. Mai 2008 - Inforiot

“Biesenthal setzt Zeichen gegen Rechts”
27. Mai 2008 - MOZ

“Neonazis dürfen keine Pension in Biesenthal führen”
26. Mai 2008 - PNN

“Barnim: Verfügung gegen NPD-Ansiedlung”
24. Mai 2008 - RBB

“Verfügung gegen mögliche NPD-Ansiedlung”
24. Mai 2008 - Berliner Zeitung

“Mit Gottes Hilfe gegen rechts”
24. Mai 2008 - TAZ

“Kreis untersagt Pensionsbetrieb”
23. Mai 2008 - MOZ

“Stadt will NPD-Schulungszentrum mit allen Mitteln verhindern”
23. Mai 2008 - Tagesspielgel

“Biesenthal wehrt sich gegen NPD-Schulungsheim”
23. Mai 2008 - PNN

“NPD will angeblich in altem Stasi-Objekt schulen “
23. Mai 2008 - Berliner Morgenpost

“NPD schweigt zu KFL-Grundstück”
23. Mai 2008 - MAZ

“Nazis im Flüchtlingsheim?”
23. Mai 2008 - Neues Deutschland

“NPD plant Zentrum in Biesenthal”
23. Mai 2008 - Junge Welt

“NPD will ins Asylbewerberheim”
22. Mai 2008 - TAZ

“Keine Bestätigung für NPD-Pacht in Biesenthal”
22. Mai 2008 - Die Welt

“NPD bestätigt Interesse an Immobilie”
22. Mai 2008 - RBB

“Brandenburg: NPD pachtet Schulungszentrum”
22. Mai 2008 - NPD Blog

“NPD mietet ehemalige Stasi-Kaserne”
22. Mai 2008 - Berliner Morgenpost

“NPD wird bei Immobiliensuche fündig”
22. Mai 2008 - RBB

“NPD in Biesenthal wäre unerträglich”
22. Mai 2008 - MOZ

“NPD zieht ins Finstere”
21. Mai 2008 - Redok

“NPD pachtet Immobilie in Biesenthal”
21. Mai 2008 - Tagesspiegel

“NPD hat Interesse an Biesenthaler Asylbewerberheim”
10. August 2007 - MOZ

by Administrator at May 22, 2008 08:24 AM

May 20, 2008

Gruppe ISKRA FF/O

Die extreme Rechte im Land Brandenburg

Wie vielleicht schon bekannt, werden im kommenden September in Brandenburg Kommunalwahlen stattfinden. Zu diesen wird unter anderem auch die rechtsextreme NPD antreten - nicht immer offen und als solche kenntlich; zum Teil verdeckt in Form von Bürgerinitiativen und dergleichen.

Aus diesem Grund möchten wir am kommenden Freitag, den 23. Mai zu einer Informationsveranstaltung im Rahmen der Kampagne “Keine Stimme den Nazis” einladen. Organisiert durch [anspruch.gegenwirklichkeit] und unterstützt durch Die Linke.Viadrina, spricht ab 18 Uhr Herr Frank Metzger, Referent des apabiz e.V. Berlin, im Gräfin-Dönhoff-Gebäude, HS 08 der Europa-Universität Viadrina zum Thema “Die extreme Rechte im Land Brandenburg”.

Der Vortrag bietet Reflexionen darüber, wo Rechtsextremismus anfängt und wie er sich in Brandenburg äußert; darüber hinaus Fakten zum Grad
rechtsextremer Organisation sowie zur Verbreitung rechter Ideen in der Bevölkerung. In der anschließenden Diskussion kann zudem auf
rechtsradikale Phänomene im lokalen Kontext Frankfurts eingegangen werden.

Wir würden uns sehr freuen, könntet Ihr uns helfen den Termin weiter zu tragen. Wir freuen uns auf Euer Kommen!

* Vortrag und Diskussion: “Die extreme Rechte im Land Brandenburg”
* Freitag, 23. Mai 2008, 18 Uhr
* Europa-Universität Viadrina, Gräfin-Dönhoff-Gebäude, HS 08

by iskra at May 20, 2008 07:44 PM

May 18, 2008

Antifaschistische Aktion Bernau

Fotos von der Antifa-Demo in Teltow

Am 17.05.2008 demonstrierten mehr als 350 Antifaschist_innen in der Stadt Teltow (Landkreis Potsdam-Mittelmark) gegen faschistische Strukturen und für ein alternatives Jugendzentrum.

Einen ausführlichen Bericht gibt es bei Indymedia.

Im folgenden ein paar Demo-Bilder von uns:
(Zum vergrößern rauf klicken)

Weitere Bilder gibt es bei der AK Antifa Potsdam.

by Administrator at May 18, 2008 02:09 PM

May 16, 2008

Antifaschistische Aktion Bernau

10 Jahre Deserteurdenkmal in Bernau

[Indymedia] Am 15.5., dem Tag der Kriegsdienstverweigerer, versammelten sich 60 Menschen am Bernauer Deserteurdenkmal zu einer Kundgebung. Vor genau 10 Jahren wurde dieses Denkmal enthüllt. Die RednerInnen erinnerten an den Mut der Deserteure und Verweigerer der Wehrmacht, aber auch an die Menschen, die sich heute dem Militär entziehen. So wurden Grußworte an die beiden Totalverweigerer die zur Zeit in Bundeswehrhaft sitzen gerichtet. Der Totalverweigerer Silvio Walther schmort seit 30 Tagen in einer Arrestzelle in der Bundeswehrkaserne Bad Reichenhall. Bereits seit 41 Tagen sitzt der Totalverweigerer Matthias Schirmer im Arrest der Kaserne von Viereck. Er protestiert inzwischen mit einem Hungerstreik gegen seine Haft, die Bundeswehr droht mit seiner Zwangsernährung.

Auf einer anschließenden Diskussionsveranstaltung “Aktiv gegen Krieg” berichteten ein Totalverweigerer, eine Aktive gegen das Bombodrom in der FREIen HEIDe und ein kurdischer Kriegsdienstverweiger über ihren Widerstand.

Den Aufruf zu Kundgebung findet ihr bei Inforiot. Ein Redebeitragausschnitt findet ihr bei Indymedia unter Ergänzungen.

by Administrator at May 16, 2008 09:39 PM

Gruppe ISKRA FF/O

60 Jahre Israel

(th) 60 Jahre Israel, 60 Jahre Kampf für ein Stück Freiheit und Demokratie im Nahen Osten. Das Jubiläum wurde in Tel Aviv und anderen Metropolen Israels ausgiebig gefeiert. Die ISKRA beging den Jahrestag nachträglich am 9. Mai mit Kuchen, Sekt, Film und Musik. Leider begrüßen nicht alle Menschen den jüdischen Staat freundlich. Die britische Zeitung The Guardian veröffentliche eine Erklärung von 100 prominenten britischen Juden, die unter dem Motto ?Wir feiern Israels Geburtstag nicht” die Geschichte in ihrem Sinne richtig stellen wollen.

Erez Israel war für viele Jüdinnen und Juden die einzige Hoffnung auf einen Neuanfang nach der ShoaDie Erklärung beginnt sogleich mit der Relativierung des größten Menschheitverbrechens, der Shoa. Die Singularität der Shoa wird durch die Gleichsetzung mit der Nakba vollzogen: ?was der Holocaust für die Juden, ist die Nakba für die Palästinenser.? Diese Worte stammen von Edward Said, einem palästinensisch-stämmigen Amerikaner, der den Zionismus offen den Kampf angesagt hat. Die Gleichsetzung ist ungeahnte Geschichtsklitterung, das hat nichts mehr mit historischer Unschärfe zu tun, sondern ist vorsätzliche Blindheit der Tatsachen gegenüber. Die Verfasser_innen des Artikels schildern die Tage der Staatsgründung auf eine sehr eigentümliche Weise. In dem ganzen Text taucht der Unabhänigkeitskrieg nicht einmal auf. Es hat den Anschein, als war die Gründung Israels geprägt durch brachiale menschenverachtende Gewalt der Zionist_innen gegen die palästinensische Zivilbevölkerung: Deir Yassin, Zerstörung palästinensischer Dörfer, Hunger der Palästinenser, ?Todesmärsche?, Vertreibung, ethnische Säuberungen. Parallelen zur Shoa herzustellen, ist wohl beabsichtigt. Die Juden werden in die Täterrolle gedrängt, werden als Aggressoren und Invasoren charakterisiert, die Palästinenser_innen als die Opfer. Von einer historischen Kontextualisierung der Ereignisse kann noch nicht einmal die Rede sein.

Der UN-Teilungsplan fuer Palästina sah die Zweistaatenlösung vor, einen jüdischen Staat mit einer Fläche von 25% und einen palästinensischen Staat mit einer Fläche von 75% des britischen Mandatsgebietes. Die Jüdinnen und Juden nahmen den Plan an, die arabische Führung lehnte ab. Die Palästinenser_innen wollten keinen eigenen Staat haben oder zumindest nicht zu dem Preis, dass die Jüdinnen und Juden auch eine eigene Heimstätte bekommen. Das Ziel wurde von den Beteiligten offen und ehrlich vorgetragen: ?Ermordet die Juden!?; ?Treibt die Juden ins Meer?. Nur drei Jahre nach dem Ende der Shoa drohte die nächste Katastrophe, die Vernichtung der jüdischen Bevölkerung in Palästina. Sogleich griffen Libanon, Jordanien, Syrien und Ägypten mit Unterstützung von anderen arabischen Staaten Israel an. Dem Kriegsziel entsprechend ? Ermordung aller Jüdinnen und Juden der Region ? griffen die arabischen Armeen nicht die jüdischen Militärverbände, sondern die Zivilbevölkerung an. Die ägyptische Luftwaffe bombardierte Tel Aviv, etliche Massaker an die Jüdinnen und Juden in Hebron, Kfar Etzion, Safed, und der Überfall auf einen zivilen Konvoi, unterstreichen dieses Vorhaben (Alan Dershowitz: Plädoyer fuer Israel, 2003, Hamburg, S.138.). Die jüdischen Militärverbände griffen stets arabische Kombattanten und versuchten die Zivilbevölkerung zu schonen. Deir Yassin, eine arabische Siedlung, die von den paramilitärischen Verbänden Irgun und Etzel angegriffen wurde, was den Tot von 100 arabischen Zivilisten zur Folge hatte, blieb eine Ausnahme. Die Hagana und Jewish Agency verurteilten das Massaker, lösten Irgun und Etzel gewaltsam auf und baten um Entschuldigung.

Wehrhafte Juden beim UnabhängigkeitskriegDie Angriffe der arabischen Armeen auf die jüdische Zivilbevölkerung hatte das perfide Ziel, einen judenfreien palästinensischen Staat zu schaffen, die Möglichkeit eines jüdischen Flüchtlingsproblems war trotz der Vertreibung von ca. 850.000 Jüdinnen und Juden aus den kriegführenden arabischen Staaten nicht vorgesehen. Die Unterzeichner_innen der Erklärung werfen im Gegenzug Israel vor, die Schuld an der Vertreibung der Palästinenser_innen zu tragen. Hier lohnt sich ein Blick in die Geschichte auf die Entstehung der palästinensischen Flüchtlingsproblematik. Kurz nach der Staatsgründung riefen arabische Führer die ortsansässige palästinensische Bevölkerung zur Flucht auf. Die Menschen wurden gezielt desinformiert, man verbreitete antisemitische Gerüchte, die Juden würden sie umbringen und ihr Blut trinken, in etwa die Vorwürfe, die der Artikel ?Wir feiern Israels Geburtstag nicht? bemüht. Infolgedessen flohen viele Palästinenser_innen in das Westjordanland, nach Gaza und in andere arabische Staaten. Ein anderer Teil der palästinensischen Bevölkerung flüchtete, weil sie ihr eigenes Vorhaben, das was sie mit den Juden anstellen wollten, auf ihre potenziellen Opfer projizierten und es mit der Angst zu tun bekamen. Ägypten, das während des Unabhängigkeitskrieg den Gazastreifen annektierte, und Jordanien, das sich das Westjordanland einverleibte, hatten kein großes Interesse, sich um ihre geflohenen ?Brüder und Schwestern? zu kümmern und noch weniger auf ihren besetzten Gebieten einen palästinensischen Staats zu gründen. Stattdessen ließen sie das Flüchtlingsproblem schwelen und verwendeten die Palästinenser_innen als Waffe gegen Israel.
Die anderen Palästinenser_innen, die in Israel blieben, bekamen alsbald die israelische Staatsbürgerschaft, erhielten die Möglichkeit, politisch zu partizipieren, genießen westliche Freiheit auf einem hohen wohlfahrtsstaatlichen Niveau. In keinem anderen Land im Nahen Osten geht es Araber_innen so gut.

Dies beweist, dass es den Israelis niemals darum ging ihr Land ethnisch ?rein? zu halten, oder gar ethnische Säuberungen durchzuführen, wie es die Verfasser_innen des Artikels behaupten.
Die Gleichsetzung der Nakba mit der Shoa zieht sich sprachlich durch den gesamten Text, ?Todesmarsch?, ?ethnische Säuberung?, ?Massaker?. Das Ziel dieser Erklärung scheint klar, es geht in keiner Weise um fundierte Kritik an Israel, sondern darum, seine Existenz infrage zu stellen. Das ist der Unterschied zwischen Kritik und Ressentiment ? ersteres tangiert das Verhalten, zweiteres bezieht sich auf die Existenz.

by iskra at May 16, 2008 06:18 PM

May 15, 2008

AK Antifa Potsdam

Alternative Freiräume erkämpfen!

Am 17. Mai plant ein Bündnis eine antifaschistische Demonstration durch die Innenstadt in Teltow (Brandenburg). Teltow ist eine Stadt in der sowohl eine gewalttätig agierende Naziszene als auch verschiedene rechte Treffpunkte Fuß fassen konnten. Linke und alternative Menschen sehen sich zunehmend mit den Auswirkungen dieser menschenverachtenden Ideologie konfrontiert: Nazis machen Jagd auf Andersdenkende und -aussehende, tragen rassistische und antisemitische Propaganda in die Öffentlichkeit und versuchen eine rechte Hegemonie zu etablieren.

Gegen diesen Zustand richtet sich die
Demo am 17. Mai um 15 Uhr am S-Bahnhof Teltow
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May 15, 2008 11:37 AM

Antifa Erkner

Amt für Grundsicherung in Erkner entlässt NPD-Kader

Das Amt für Grundsicherung hat den Vorsitzenden der NPD in Schöneiche, Florian Stein, entlassen und mit Hausverbot belegt. Der 24-jährige Student hatte in der Regionalstelle in Erkner (Landkreis Oder-Spree) seit mehreren Wochen ein Praktikum gemacht. In dieser Position hätte er auch Zugriff auf sensible Daten über mögliche politische Gegner oder potentielle Wähler nehmen und diese mißbräuchlich verwenden können.

Diese Informationen wurde der Antifa Erkner vor einigen Tagen bekannt, woraufhin am Dienstag die Hauptverwaltung in Beeskow und die Regionalstelle in Erkner informiert wurde. Eine Mitarbeiterin in Erkner zeigte sich überrascht und entsetzt über diese Tatsache, meinte jedoch, auf arbeitsrechtlicher Ebene sei nicht viel dagegen zu unternehmen. Umso überraschender und erfreulicher, das sich dies auf Betreiben des Dezernenten Rolf Lindemann schnell änderte. Lindemann verbot Stein am Mittwoch umgehend nach Bekanntwerden seiner Funktion bei der NPD den Zutritt zu den Räumen des Amtes und Eckhard Fehse (Beigeordneter des Landkreises) unterschrieb die Kündigung und schickte sie ihm hinterher.

Der Sprecher der Antifa Erkner, Michael Koch, dazu: ?Wir begrüßen die zügige und konsequente Entfernung des Herrn Stein aus dem Amt für Grundsicherung. Für NPD-Mitglieder und andere Nazis darf in Institutionen einer demokratischen Gesellschaft kein Platz sein. Der Kampf gegen Nazis darf jedoch nicht nur auf administrativer Ebene geführt werden, sondern in der ständigen Auseinandersetzung mit deren menschenverachtenden Gedankengut.?

Stein, der scheinbar dem Umfeld der gewalttätigen ?Kameradschaft Oder-Spree? entstammt, hatte bereits zuvor versucht in öffentliche Positionen zu gelangen. So bewarb er sich 2007 als ?Koordinator gegen Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Rassismus und Gewalt? der Gemeinde Schöneiche.

Provokationen wie diese dienen offensichtlich dazu, sich bekannt zu machen und das eigene Klientel zu bedienen.
Vor allem vor dem Hintergrund der Kommunalwahlen in Brandenburg im Herbst und der Landtagswahl im folgenden Jahr ist das sicherlich kein Zufall.

by Administrator at May 15, 2008 07:10 AM

May 14, 2008

Antifaschistische Aktion Bernau

“Don´t panic!”

Antirepressive Praxen in der Sicherheitsgesellschaft

Wie können wir Normalitätsdiskurse brechen?
Wie können wir aktiv gegen Repression in der Sicherheitsgesellschaft vorgehen?
Welche Gegener_innen stehen uns dabei gegenüber?

Wir geben einen Einblick in lustige Welt der Justiz, Polizei und Spitzel. Und wir versuchen gemeinsam Wege zu finden mit unserer eigenen Angst umzugehen.

Referent_innen des Arbeitskreises Kritischer Juristen (Berlin)

Teil 1: Montag, 19. Mai 2008 - 18.30 Uhr (Theorie)
Teil 2: Montag, 26. Mai 2008 - 18.30 Uhr (Praxis)

** DOSTO Polit ? Tresen ** immer Montags ab 18.30 Uhr

by Administrator at May 14, 2008 06:28 PM

Antifa Erkner

Antifaschist Walter Sack gestorben

Wir trauern um den Antifaschisten Walter Sack, dessen langes Leben am 29.04.2008 endete. Walter Sack ist am 26.12.1915 geboren und kam aus einer jüdischen Familie. Er schloss sich schon früh der sozialdemokratischen Jugend an. Später war er dann im kommunistischen Widerstand gegen den Faschismus tätig. Organisiert war zu dem Zeitpunkt in der Herbert-Baum-Gruppe. Er überlebte die Zeit des Nationalsozialismus im Exil in Schweden.
Nach dem Ende des Nationalsozialismus war Sack weiterhin im Kampf für Sozialismus und gegen Faschismus politisch aktiv, so war er zwischen 1961 und 1974 zweimal Bezirksbürgermeister von Berlin-Treptow und aktiv im Bund der Antifaschisten - Treptow e.V. (BdA).

Die Trauerfeier findet am Sonnabend, dem 17. Mai 2008, um 11 Uhr in der Trauerhalle des Krematoriums Berlin-Baumschulenweg, Kiefholzstraße 221 statt.

Ein Portrait über Walter Sack und den jüdischen Widerstand in Berlin: »Wir hatten noch geglaubt, so schlimm würde es nicht werden«

by Administrator at May 14, 2008 12:50 PM

May 13, 2008

Antifa Erkner

Rechte Propagandaoffensive in Woltersdorf

Am 11. Mai wurde Rüdersdorf und in Woltersdorf, hauptsächlich in der Vogelsdorfer-, Baumschulen- und Wilhelm-Tell-Straße, Aufkleber rechten Inhaltes bis Größe A5 flächendeckend vor allem an Verkehrsschildern und Laternen angebracht.
Wieder einmal stammen diese von rechten Gruppen aus dem Raum Franken wie z.B. NPD-Nürnberg, Anti-Antifa Nürnberg, NPD-Mittelfranken und JN-Bayern.
Antifaschist_innen entfernten bereits am nächsten Tag sämtliche Aufkleber, insgesamt über 100.
Außerdem wurden in der Straße Am Stolp in Rüdersdorf volksverhetzende Schmierereien, wie z.B mehrere Hakenkreuze und SS-Runen, entdeckt.




by Administrator at May 13, 2008 11:07 PM

Tag der Befreiung in Schöneiche und Erkner

Am 8. Mai fanden in der Region mehrere Gedenkveranstaltungen anläßlich des Jahrestags der Befreiung der Welt vom Nationalsozialismus statt.
Bei der Kranzniederlegung in Schöneiche, die von der Gemeinde organisiert wurde, nahmen zwischen 50 und 60 Personen teil. Schweigend legten der Bürgermeister, die Fraktion der Linken und viele andere Menschen Kränze und Blumen am Denkmal auf dem Platz des 8. Mai nieder.

In Erkner organisierte die Linkspartei eine Kranzniederlegung am Denkmal für die gefallenen sowjetischen Soldaten an der ungefähr 20 Personen teilnahmen. Es wurde eine Rede gehalten, in der den Befreiern gedankt und auf die Aktualität des Kampfes gegen Nazis verwiesen wurde.
Der Bürgermeister bzw. die Stadt Erkner hielten es nicht für nötig an der Veranstaltung teilzunehmen oder wenigstens einen Kranz niederzulegen.

by Administrator at May 13, 2008 11:00 PM

1. Mai in Woltersdorf

Am 1. Mai veranstaltete ?Die Linke? auf der Maiwiese in Woltersdorf ihr alljährliches Fest, bei dem auch wir, die Antifa Erkner, mit einen Informationsstand präsent waren. Bei strahlender Sonne verteilten wir Informationsbroschüren und Aufkleber. Außerdem wurde die gerade gestartete Kampagne ?Keine Stimme den Nazis? vorgestellt und T-Shirts mit deren Logo verkauft.

Es gab z.B. Informationen über Nazis und antifaschistischen Widerstand in der Region, sowie über die bei Nazis beliebte Modemarke ?Thor Steinar?. Viele Menschen besuchten den Stand und diskutierten mit uns über Nazis und alltäglichen Rassismus in der Gesellschaft. Es wurde uns von vielen Menschen Erfolg und Ausdauer im Kampf gegen rechts gewünscht. Vor allem ältere Menschen zeigten sich erfreut über eine engagierte antifaschistische Jugend.

Gegen 16.30, als das Fest bereits zu Ende und die meisten Menschen schon auf dem Heimweg waren, tauchten an der Maiwiese drei junge Männer auf, die Aufkleber der JN und von den sogenannten ?Freien Nationalisten? verklebten. Diese wurden aber von uns umgehend entfernt, woraufhin die Drei anfingen, mit uns zu diskutieren. So meinten sie, Linke und Rechte sollten sich doch zusammentun, um gegen den Kapitalismus zu kämpfen. Auf diese plumpe Querfront-Argumentation gingen wir jedoch nicht ein, sondern forderten die Nazis auf, zu verschwinden. Daraufhin wurden die Drei aggressiv, beschimpften uns als ?Hurensöhne? und bedrohten anwesende Personen. Es blieb aber bei einer verbalen Auseinandersetzung.
Sie waren ungefähr zwanzig Jahre alt, einer trug eine Jacke von “Thor Steinar” und die beiden anderen T-Shirts mit eindeutig rechtextremer Symbolik und Slogans.

by Administrator at May 13, 2008 10:51 PM

May 09, 2008

Gruppe ISKRA FF/O

LAK Shalom Brandenburg gegründet

LAK Shalom Brandenburg(iskra) Sozusagen zum 60. Geburtstag Israels haben Brandenburger Genoss_innen den LAK Shalom Brandenburg gegründet. Dieser LAK ist nach Berlin der zweite Arbeitskreis auf Landesebene. Außerdem sind LAK-Gründungen in Hamburg und Sachsen geplant. An dieser Stelle dokumentieren wir die Gründungserklärung des LAK Shalom Brandenburg. Auch möchten wir auf den Blog des Arbeitskreises verweisen.

?Wenn wir heute es nicht tun, werden wir es nie tun.?
(David Ben Gurion)

Anfang Mai dieses Jahres fallen zwei wichtige Ereignisse aufeinander. Es ist zum Einen der Sieg der Anti-Hitler-Koalition über das nationalsozialistische Deutschland vor 63 Jahren und zum Anderen die Gründung des Staates Israel vor 60 Jahren.

Ein zentrales Ziel der Nationalsozialisten war es, das gesamte Judentum Europas auszulöschen. Erst mit dem Sieg der Alliierten konnte dieser Vernichtungskrieg endgültig gestoppt werden. Für die wenigen jüdischen Überlebenden gab es oftmals nur eine Hoffnung: Der neue Staat Israel, der sie zukünftig vor antisemitischen Übergriffen schützen sollte. Während die Deutschen die Trümmer ihres Weltkriegs-Verbrechen wegschaufeln, erklären mutige Menschen in Tel Aviv die Gründung Israels. Deshalb stehen beide Ereignisse in enger Verbindung zueinander. ?Wer von Israel spricht, darf von der Massenvernichtung der europäischen Juden nicht schweigen.? (Detlev Claussen)

Mit der Gründung Israels ist der Antisemitismus aber nicht verschwunden ? ganz im Gegenteil, er ist fester Bestandteil regressiver Ideologien und in allen gesellschaftlichen Schichten zu finden. Seine neue Ausprägung besteht u.a. in der Form des sekundären Antisemitismus, also als Antisemitismus nicht trotz, sondern wegen Auschwitz.

Es ist nicht verwunderlich, dass auch Brandenburg bekannt ist für eine Vielzahl von antisemitischen Übergriffen. Am Abend des 9. November 2006 kam es zur Schändung des Gedenksteins der jüdischen Synagoge in Frankfurt (Oder). Rechtsextremist_innen griffen die Teilnehmer_innen der ?Judenveranstaltung? an. Traurig ist, dass dieser Gedenkstein jede Woche geschändet wird, doch nur zum Gedenktag an die Pogromnacht wurde diese Tatsache auch wirklich registriert.
Ähnliches ist aus der Brandenburger Stadt Forst zu berichten. Zwischen 2006 und 2007 wurde mehrmals der Gedenkstein der ehemaligen Synagoge geschändet.

Allzu oft werden diese Taten als ?Dummheiten? oder ?Streiche? abgestempelt. Diese Ansicht verkennt aber, dass der Antisemitismus nicht nur Ablehnung gegenüber allem Jüdischen ist, sondern ein Weltbild darstellt, welches einfache Antworten auf schwierige Fragen anbietet.
Zentral im Antisemitismus ist die Erklärung der modernen kapitalistischen Weltökonomie. Diese wird nicht als ein sich subjektlos vollziehender Prozess gesehen, sondern als ein von bösen Menschen gezielt durchgesetztes Ausbeutungsprojekt.
Nach demselben Muster erklärt der Antisemitismus den zweiten wichtigen Bereich der modernen Gesellschaft: die Politik, den modernen Staat, den demokratischen Widerstreit, unterschiedliche und gegensätzliche Interessen sowie die Entwicklung des Kommunismus. Politiker werden angeblich gekauft, um Presse und Wirtschaft zu manipulieren.
Hier setzt auch der dritte Punkt an: Für alle Phänomene der modernen Gesellschaft seien die Juden verantwortlich: für die Auflösung traditioneller Autoritäts-, Familien- und Geschlechterbeziehungen, für die radikale Infragestellung von allen althergebrachten Normen, für moderne, abstrakte Kunst, für die Massenkultur, für die Frauenemanzipation, für Verstädterung und Psychoanalyse.

Dies sollen nur drei genannte Punkte sein. Aber wie bereits oben beschrieben, sind eine Vielzahl von Merkmalen des Antisemitismus entstanden. Dazu zählt die Tatsache, dass auch die politische Linke nicht immun gegen Antisemitismus ist und eine Form des linken Antisemitismus entwickelt hat.

Wenn in diesem Mai gefeiert und erinnert wird, dann darf nie vergessen werden, dass es heute noch einen Kampf gegen die antisemitische Ideologie zu führen gilt, damit ?Auschwitz nicht sich wiederhole, nichts Ähnliches geschehe.? (Theodor W. Adorno)

Genau deshalb erklären wir Sozialist_innen und Kommunist_innen der Linksjugend [?solid] Brandenburg die Gründung des LAK Shalom Brandenburg, welcher innerhalb des Landesverbandes eine Plattform gegen Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus und regressiven Antikapitalismus bilden soll.

Frankfurt (Oder) | 9.5.2008

by iskra at May 09, 2008 04:28 PM

May 08, 2008

Antifaschistische Aktion Bernau

8. Mai ? Tag der Befreiung

Kundgebung und feierliches Essen in Bernau

Auch dieses Jahr versammelten sich an die 150 Menschen zu einer Gedenkkundgebung, anlässlich des 8. Mai ? Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus - am Denkmal für die Gefallenen der Roten Armee.

Im Anschluss der Kundgebung wurde zu einem Festessen eingeladen, um den Befreiern für den Tag des Siegs über Nazi-Deutschland zu danken. Bei Sekt und Häppchen wurde ausgiebig auf dem Bernauer Marktplatz gefeiert.

Im diesen Sinne: Wer nicht feiert, hat verloren.

Im folgendem ein paar Bilder von uns:
(Zum vergrößern rauf klicken)


by Administrator at May 08, 2008 09:01 PM

May 07, 2008

Antifa Erkner

Erkner: Übergriff am Herrentag

Augenzeugen zufolge soll sich am 1. Mai, in diesem Jahr auch ?Herrentag?, ein rechtsextremer Übergriff ereignet haben. So griff eine Gruppe von ungefähr zehn Nazis in der Erkneraner Friedrichstrasse einen Fahrradfahrer an, zerrte ihn vom Rad und verprügelte ihn. Das Opfer konnte sich losreissen und weglaufen, wurde von den Nazis jedoch wieder eingeholt und schwer zusammengeschlagen. Der Grund für den Angriff ist nicht bekannt. Einige der Täter sollen nicht bestätigten Angaben zufolge Kleidung mit Aufdrucken der ?Kameradschaft Oder-Spree? getragen haben.

by Administrator at May 07, 2008 04:39 PM

AK Antifa Potsdam

Rassistischer Übergriff mit zahlreichen Verletzten am 1. Mai in der Potsdamer Innenstadt

Am Nachmittag des 1. Mai kam es in der Potsdamer Innenstadt auf der gut besuchten Brandenburger Straße zu einem rassistischen Übergriff, der seinesgleichen sucht. Eine Gruppe von 30-50 jungen Männern griff den Dönerimbiss XXL2 an. Zunächst wurde ein Werbeschild umgestoßen und die draußen sitzenden Gäste des Bistros tätlich angegriffen und beschimpft. So wurden sie etwa gefragt, warum sie denn ?bei Türken? essen gehen würden. Als daraufhin ein Angestellter die Gruppe zur Rede stellen wollte, griffen die einheitlich gekleideten Männer die Mitarbeiter_innen des Imbiss an. Mehrere Zeugenaussagen bestätigen die Schilderungen der Inhaber_innen, wonach bei diesem Angriff rassistische Parolen wie z.B. ?Ausländer raus? und ?Deutschland den Deutschen? gerufen wurden. Erschreckenderweise stieß dies bei einigen Passant_innen auf Zustimmung.
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May 07, 2008 03:31 PM

Übergriff von Neonazis auf Potsdamer Dönerimbiss

Am Donnerstagnachmittag kam es in Potsdam zu einem massiven Übergriff von Neonazis auf den Dönerimbiss Bistro XXL 2. Dieser liegt auf der Brandenburger-Straße in Höhe des Karstadt Kaufhauses. An dem Übergriff war eine uniformierte Gruppe von ca. 30-60 jungen Männern beteiligt, diese stürmten das Bistro unter "Ausländer raus" und "Deutschland den Deutschen"-Rufen, verletzten vier Mitarbeiter des Imbisses schwer und einige leicht.

Trotz der glaubwürdigen Schilderung der Betroffenen und anderer Augenzeugen suchen sowohl Teile der Presselandschaft als auch Potsdams Oberbürgermeister die Schuld bei den Betroffenen. Diese hätten provozierend auf den Jungmänner-Mob eingewirkt und so die Situation eskalieren lassen.

Solche, verharmlosenden Sichtweisen verurteilen wir sehr. Ein rassistischer Übergriff, mit derart eindeutigen Parolen, lässt sich durch nichts rechtfertigen oder erklären. Die Schuld liegt bei den Tätern, nicht bei den Betroffenen!

Deshalb rufen wir zu einer Demonstration durch die Potsdamer Innenstadt auf.

3.Mai || 18.00Uhr || Platz der Einheit
[S7 nach Potsdam, dann noch 5 Minuten zu Fuss Richtung Innenstadt]

Potsdamer Antifas
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May 07, 2008 03:31 PM

Alles Gute kommt von Oben

In der Nacht vom 14. zum 15. April 1945 wurden Teile der Potsdamer Innenstadt durch alliierte Bomberverbände zerstört. Hauptziel der 4000 innerhalb von 20 Minuten abgeworfenen Bomben war der Potsdamer Hauptbahnhof als Nachschubknotenpunkt für die Kriegsmaschinerie für Berlin. Dadurch wurde es den sowjetischen Bodentruppen ermöglicht, Berlin mit geringeren Verlusten und unnötigen Opfern zu befreien. Darüber hinaus gab es zum Zeitpunkt der Bombardierung in Potsdam keinen einzigen Betrieb, der nicht zur Rüstungsindustrie gehörte. Produziert wurden Waffen und Waffenzubehör, Munition und Fallschirmseide, Feldlazarette, Flugzeuge, Messinstrumente und vieles mehr. Zur Aufrechterhaltung der Produktion und des öffentlichen Lebens sind Zwangsarbeiter/innen eingesetzt worden, die in über 50 kleineren Lagern in der Stadt untergebracht waren. Ob nun das schlechte Wetter, die Zielgenauigkeit der Piloten oder auch einfach nur das ästhetische Empfinden dieser schuld war; es wurden Teile der historischen Innenstadt Potsdams zerstört, u.a. das Potsdamer Stadtschloss sowie Teile die Garnisonkirche.
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May 07, 2008 03:31 PM

Neonazis bereiten Kranzabwurf in Halbe heimlich vor

Nach Informationen des Berlin-Brandenburger Bündnisses ?NS-Verherrlichung stoppen!? mobilisiert der neonazistische ?Freundeskreis Halbe? für Samstag, den 15. März 2008 konspirativ zu einer Gedenkveranstaltung auf dem Waldfriedhof in Halbe.

Wie schon an den vorangegangenen Wochenenden wollen sich Neonazis mit Kränzen um 11.00 Uhr in dem brandenburgischen Dorf einfinden. Bei der zuständigen Polizeidienststelle liegt für so eine Veranstaltung allerdings noch keine Anmeldung vor, weswegen AntifaschistInnen davon ausgehen, dass die Neonazis mit ihrer heimlichen Vorbereitung eventuelle Verbote oder Blockadeaktionen umgehen wollen.

Bündnis-Sprecher Jan Soost: ?Die Neonazis suchen verzweifelt nach Möglichkeiten, das Gedenken in Halbe als rechtsradikales Top-Event zu retten. Deshalb müssen wir unseren Widerstand fortsetzen und diesen NS-Nostalgikern bei jedem ihrer Aufmarschversuche entgegentreten.?

Die AntifaschistInnen werden am Samstag ab 10.00 Uhr in Halbe mit einem Infozelt, Musik und Protestplakaten präsent sein.

Zugtreffpunkt für AntifaschistInnen am 15.3.08 von Berlin aus: Ostbahnhof, 8.30 Uhr, Gleis 1.
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May 07, 2008 03:31 PM

Tag der politischen Gefangenen

Vorwort des Bundesvorstandes zur diesjährigen 18. März - Zeitung:

Die Rote Hilfe wurde und wird in der Öffentlichkeit immer wieder als ?Gefangenenhilfsorganisation? wahrgenommen. Tatsächlich wandelt sich der Schwerpunkt der Roten Hilfe beständig sowohl mit der Situation der linken Bewegung als auch mit dem aktuellen Stand der Repression. Ein Großteil der Arbeit, den die Rote Hilfe heute zu leisten hat, ist nicht direkt mit Knast und Inhaftierung verbunden. Dennoch bleibt die Solidarität mit Menschen, die wegen ihrer politischen Überzeugungen und Aktivitäten im Gefängnis sitzen, ein zentrales Anliegen der Roten Hilfe: Knast ist immer noch der augenfälligste Höhepunkt staatlicher Repression. Das Wegsperren politischer Menschen, der Versuch, sie aller Handlungsmöglichkeiten zu berauben und aus allen gesellschaftlichen Zusammenhängen zu reißen ? das ist auch heute noch die letzte Konsequenz politischer Unterdrückung. Die GenossInnen im Knast sollen nicht nur körperlich weggesperrt werden, sie sollen auch geächtet und aus der gesellschaftlichen Diskussion ausgeschlossen werden.

Rote Hilfe Rechtsberatung jeden ersten und dritten Dienstag 18Uhr im Madia (Lindenstraße 47)
Rote Hilfe Tresen in der Olga jeden Mittwoch ab 19.00 Uhr


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May 07, 2008 03:31 PM

Naziübergriff in Döbern

In Döbern bei Forst kam es schon inder Nacht vom 23. auf den 24. Februar zu einem gefährlichen Naziübergriff.

Dabei wurde die linke Potsdamer Band ?Another Taste of Chaos? vom Türsteher der lokalen Diskothek im Stadtteil Eichwege zunächst mittels Gewalt daran gehindert das Gebäude zu betreten, mit Worten wie ?Du kommst hier nicht rein Schwuchtel?. Die sich draußen sammelnde Gruppe von ca. dreißig Nazis setzte dann unter den Augen der Diskobetreiberin zu eine reglrechten Hetzjagd auf die sechs Jugendlichen an. Sie riefen wiederholt ?Zecken verpisst euch? und ? Lauft weg und dreht euch nicht um?
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May 07, 2008 03:31 PM

Selber Schuld!

Die Geschichte von der unschuldigen Bevölkerung, in einer angeblich militärisch bedeutungslosen Kunst- und Kulturstadt, ?the Great Dresden Swindle?, bestimmt seit ihrer ursprünglichen Stiftung durch die Nationalsozialisten die Erinnerung an die Bombardierung Dresdens vom 13. bis 15. Februar 1945.
Im Kalten Krieg auf verschiedene Art und Weise instrumentalisiert, gibt die Selbstdarstellung als Kriegsopfer selbst 17 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung gemeinschaftlichen Halt.
Die Opfer des Nationalsozialismus kommen dabei kaum zu Wort.
?ZeitzeugInnen?, die man lieber hört, beginnen ihre Erzählungen erst mit dem 13.Februar.
Der "alliierte Bombenterror", den sie beschreiben, gibt das Stichwort für den alljährlich größten bundesweiten Nazi-Aufmarsch der Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO).



63 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges bleibt die Bezugnahme auf den 13. Februar 1945 die einfachste Möglichkeit, um sich in Dresden öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen.

9.2. - Infoveranstaltung - KuZe - Hermann-Elflein-Str. 10 - 19:30
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May 07, 2008 03:31 PM

STOP THE BOMB

Im Rahmen des Bündnisses gegen das iranische Vernichtungsprogramm STOP THE BOMB

8.Februar 2008

||| 20:00 | Infoveranstaltung zur Kampagne mit Stephan Grigat
Vortrag (ohne Diskussion) als MP3 downloaden (21 MB)

||| 21:30 | Konzert mit
EGOTRONIC [elektropoppunk] und G-TUK [grindcoreelectroonemanshow]
danach Party mit Mr. Ties, Michael Nadje, Moritz [the MCF]

Ankündigungstext und mehr...
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May 07, 2008 03:31 PM

ums Ganze!

Das Auswertungspapier des ??ums Ganze?- Bündnisses anlässlich des G8-Gipfels und der Gegenaktionen in und um Rostock herum.

Der G8-Gipfel ist vorbei, die Revolution hat nicht stattgefunden. Aber sonst war alles dabei, ein ?Aktionstag Landwirtschaft?, eines der größten Polizeiaufgebote in der Geschichte der BRD, ?massenhafter ziviler Ungehorsam? (Interventionistische Linke), eine große linke Großdemonstration, zahllose Verhaftungen, ein ordentlicher Krawall, die Funktionäre der Bewegung der Funktionäre, Distanzierungen und Solidarisierungen, eine ?neue Qualität der Gewalt? (GdP), ein echter Düsenfliegertiefflug, gutes Wetter, schlechtes Klima, ein ?rave against the machine?, Wodkaredbull, und, und, und - und das ??ums Ganze?- Bündnis. Ich war dabei. Was ist dabei?
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May 07, 2008 03:31 PM

Abschiebeknäste zu Baulücken

Demonstration am kommenden Samstag in Köpenick

Am kommenden Samstag planen das Antifaschistische Bündnis Süd-Ost zusammen mit verschiedenen antirassistischen und antifaschistischen Gruppen eine Demonstration zum Abschiebegefängnis in Berlin-Köpenick. Anlass ist der Tod eines 28-jährigen Abschiebehäftlings am Neujahrsmorgen an den Folgen seines Suizidversuchs vom letzten Freitag.

Die Demonstrationszug soll am S-Bahnhof Köpenick beginnen und durch die Altstadt zum Abschiebegewahrsam in der Grünauer St